Die Erleichterung beim FC Bayern München ist spürbar. Nachdem Jamal Musiala in der diesjährigen Sommer-Vorbereitung während zwei Testspielen (gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim) medizinische Zusammenbrüche erlitten hatte, verpasste der 23-jährige deutsche Nationalspieler die ersten drei Pflichtspiele der neuen Spielzeit komplett. Die Ursache für die Vorfälle war laut eigenen Angaben des Spielers eine neurologische Dysfunktion, die zu kurzen Absencen führte.
Am Freitagmorgen gab Bayern-Trainer Vincent Kompany vor dem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr) nun jedoch vorsichtige Entwarnung. Auf die konkrete Nachfrage, ob Musiala derzeit anfallsfrei sei, antwortete der 40-jährige Belgier: "Im Moment ist das so."
"Er muss wieder ein ganz normaler Fußballspieler sein"

Kompany machte deutlich, dass der Heilungsprozess gut voranschreite und Musiala eine "gute, volle Trainingswoche" absolviert habe. "Für ihn geht es im Moment wieder bergauf", betonte der Cheftrainer. Gleichzeitig versuchte er, die Aufregung um den Ausnahmespieler zu dämpfen: "Dieser erste Schockmoment in der Öffentlichkeit geht hoffentlich langsam wieder vorbei und dann wird er bald wieder ein ganz normaler Fußballspieler sein."
Ob es für Musiala bereits für einen Kaderplatz am Samstagabend in Gelsenkirchen reicht, ließ Kompany noch offen. Die finale Entscheidung soll nach dem Abschlusstraining am Freitag getroffen werden.
Bayern-Coach fordert Normalität im Umgang
Besonders wichtig war es Kompany, eine gewisse Normalität im Umgang mit Musialas Erkrankung einzufordern. Er stellte klar, dass er in Zukunft nicht mehr ständig über den medizinischen Status des Spielers berichten wolle. "Danach muss man auch davon ausgehen, wenn es mal passiert, dass es auch unter Kontrolle ist", erklärte Kompany und verwies auf die Expertise der begleitenden Ärzte.
Sollte es in der Zukunft ("in 40, 50 oder 60 Tagen") tatsächlich noch einmal zu einem Vorfall kommen, wäre dies für den Klub "kein großer Alarm mehr", so Kompany weiter: "Wir wissen, wie wir damit umgehen müssen, und irgendwann muss er wieder ein ganz normaler Sportler sein."
Für den FC Bayern und die deutschen Fans sind dies vor dem Bundesliga-Topspiel in jedem Fall überaus positive Signale.
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