Nachdem die rund 55 Millionen Euro teuren Transfers des marokkanischen WM-Fahrers Ismael Saibari und Nationalspieler Nathaniel Brown fast perfekt sind, sind die Personalplanungen auf der Zugangsseite beim FC Bayern München weitestgehend abgeschlossen. Nun gilt es, die Kasse wieder aufzufüllen. Das klare Ziel der Bayern-Bosse ist es, durch gezielte Spielerverkäufe Transfereinnahmen in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro zu generieren, wie der kicker berichtet.
Das Streich-Quartett hat keine Zukunft mehr
Im Fokus der Münchner Verkaufsliste stehen dabei vier konkrete Namen: Joao Palhinha, Bryan Zaragoza, Sacha Boey und Alexander Nübel. Wie der kicker vermeldet, wurde dem Quartett bereits unmissverständlich mitgeteilt, dass sie in den sportlichen Planungen von Trainer Vincent Kompany für die kommende Saison absolut keine Rolle mehr spielen.
Das große Problem an der Säbener Straße ist aktuell jedoch die mangelnde Nachfrage. Der Transfermarkt in diesem Segment ist ruhig, und die potenziellen Abnehmer wissen um die Dringlichkeit der Münchner Verkaufsabsichten. Wenn Klubs Interesse zeigen, versuchen sie die Preise massiv zu drücken.
Ein Paradebeispiel ist die Situation um Palhinha. Der Portugiese avancierte während seiner Leihe bei Tottenham Hotspur zwar zum gefeierten Leistungsträger, doch die Londoner zögern, die verankerte Kaufoption in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro zu ziehen. Stattdessen pokern die Spurs hart um einen deutlich niedrigeren Preis. Da Palhinha zudem mit einer Rückkehr zu seinem Jugendklub Sporting Lissabon liebäugeln soll, dürften die Bayern am Ende zu deutlichen Rabatten gezwungen sein.
Komplizierte Leih-Rückkehrer und eine Torwart-Frage
Ein weiteres Dilemma für die Bayern-Bosse: Keiner der vier Verkaufskandidaten hat aktuell die Möglichkeit, sich bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika in den Fokus zu spielen und seinen Marktwert zu steigern. Wenngleich Alexander Nübel als Nummer drei im deutschen WM-Kader steht.
Für Bryan Zaragoza und Sacha Boey gestaltet sich die Abnehmersuche nach durchwachsenen Leihstationen schwierig. Weder die AS Rom bei Zaragoza, noch Galatasaray bei Boey, zeigten sich bereit, die vereinbarten Kaufoptionen in Höhe von 13,5 beziehungsweise 15 Millionen Euro zu aktivieren. Bei Torhüter Alexander Nübel, der nach seiner Zeit in Stuttgart keine Perspektive hinter Manuel Neuer und Jonas Urbig hat, hofft der Rekordmeister indes auf Einnahmen von zehn bis 15 Millionen Euro. Hier gibt es immerhin loses Interesse von internationalen Topklubs.
Wackelkandidaten in der Innenverteidigung

Neben dem fest definierten Streich-Quartett gibt es noch zwei weitere Akteure, bei denen die Münchner im Falle passender Angebote durchaus gesprächsbereit wären: Min-jae Kim und Hiroki Ito. Im Gegensatz zu Palhinha, Zaragoza, Boey und Nübel besteht bei den beiden Innenverteidigern zwar kein dringender Verkaufszwang, doch jegliche zusätzliche Transfereinnahme wäre an der Isar hochwillkommen.
Die würden auch beim verliehenen Sturm-Youngster Jonah Kusi-Asare wohl gern gesehen werden. Leih-Klub Fulham hat dem Vernehmen nach ein erstes Kauf-Angebot in Höhe von drei Millionen Euro abgegeben. Den Bayern ist das für den 18-jährigen Schweden aber noch zu wenig. Gut möglich, dass der Premier-League-Klub die Offerte noch einmal erhöht und die Bayern Kusi-Asare fest abgeben. Im Bestfall aus Münchner Sicht mit einer Option auf einen Rückkauf.
Weitere FC Bayern-News lesen:
