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Bericht: Bayern-Star macht sich nach WM-Drama schwere Vorwürfe

Nach der spektakulären Niederlage Frankreichs im Spiel um Platz drei soll Michael Olise in der Kabine völlig aufgelöst gewesen sein.
Deschamps tröstet Bayern-Star Olise nach bitterer WM-Pleite
Deschamps tröstet Bayern-Star Olise nach bitterer WM-Pleite | ROBERTO SCHMIDT/GettyImages

Die Enttäuschung über den verpassten WM-Abschluss sitzt bei Michael Olise offenbar tief. Wie die französische Zeitung L'Equipe berichtet, brach der Offensivspieler des FC Bayern München nach Frankreichs spektakulärer 4:6-Niederlage gegen England im Spiel um Platz drei in der Kabine in Tränen aus. Demnach machte sich der 24-Jährige große Vorwürfe und gab sich selbst die Schuld am Ausgang der Partie.

Olise macht sich schwere Vorwürfe

Vor allem zwei vergebene Großchancen in der zweiten Halbzeit sollen Olise schwer zugesetzt haben. Frankreich kämpfte sich nach einem 0:4-Rückstand zur Pause eindrucksvoll zurück, konnte die Niederlage am Ende aber nicht mehr verhindern. Laut L'Equipe soll sich der Flügelspieler seine vergebenen Möglichkeiten nicht verzeihen können.

Dabei spielte Olise trotz des bitteren Turnierendes eine herausragende Weltmeisterschaft. Zwar blieb ihm ein eigener Treffer verwehrt, mit sieben Torvorlagen stellte der Bayern-Profi jedoch einen historischen Bestwert auf. Kein Spieler hatte bei einer Weltmeisterschaft in den vergangenen 60 Jahren mehr Assists gesammelt. Damit übertraf Olise sogar die Marke der brasilianischen Legende Pelé.

Rabiot rechnet mit Frankreich ab und dankt Deschamps

Nach dem Abpfiff fand auch Adrien Rabiot deutliche Worte für den Auftritt der Equipe Tricolore. "Wir haben die erste Halbzeit auf beschämende Weise begonnen", kritisierte der Mittelfeldspieler und sprach von Verhaltensweisen einiger Mitspieler, "die ich noch nie erlebt habe."

In der Pause habe sich die Mannschaft deshalb vorgenommen, "Stolz zu zeigen." Der zweite Durchgang sei zwar deutlich besser gewesen, dennoch seien viele Szenen aus den ersten 45 Minuten "inakzeptabel" gewesen.

Besonders bitter: Mit der Niederlage endete auch die Ära von Nationaltrainer Didier Deschamps ohne versöhnlichen Abschluss. Dass Olise sich die Pleite laut Bericht so sehr zu Herzen nahm, dürfte auch damit zusammenhängen, seinem langjährigen Coach keinen erfolgreichen Abschied ermöglicht zu haben. Rabiot brachte dieses Gefühl auf den Punkt: "Wir hätten ihm gerne einen Sieg zum Abschied geschenkt. Das ändert aber nichts daran, was er für Frankreich geleistet hat."


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