Bayern mit klarem Ziel: Dieser Jugend-Rekord macht große Hoffnung

Der FC Bayern setzte in dieser Bundesliga-Saison bereits sieben Teenager ein und stellte damit einen neuen Rekord auf. Es zeigt: Der Klub fährt beim Thema Nachwuchs einen klaren Kurs.
Bayern unterstützt die Jugend
Bayern unterstützt die Jugend | S. Mellar/GettyImages

Blickt man aktuell auf die größten und wertvollsten Namen im europäischen Fußball, ist das Muster dahinter fast immer gleich: Ein junges Talent wird früh erkannt, gewinnt in rekordverdächtiger Zeit an Wert und übernimmt innerhalb weniger Monate eine essenzielle Rolle in einer absoluten Top-Mannschaft.

Vor allem Vereine wie der FC Barcelona, die pro Saison gefühlt mindestens zwei solcher Hochbegabten in den Profikader hochziehen, verschaffen sich so einen deutlichen Vorteil. Unter anderem Lamine Yamal und Fermin Lopez durchliefen die berühmte La Masia – beide sind heute feste Säulen der Blaugrana.

Wer anders als Barca nicht konstant aus der Jugend nachlegen kann, aber in puncto Kaderqualität trotzdem mithalten will, dem bleibt hingegen meist nur der (teure) Weg über den Transfermarkt.

Ein besonderer Rekord

Genau dieses Problem scheint auch der FC Bayern München inzwischen klar verstanden zu haben. Mit Lennart Karl hat man ein bestes Beispiel dafür, wie schnell ein junges Talent eine wichtige Rolle einnehmen kann. Spätestens nach dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wird aber deutlich, dass die Münchner noch mehr in die Jugend investieren wollen.

In der Partie wechselte Trainer Vincent Kompany Maycon Cardozo (17) und David Santos (19) ein. Laut der Statistikplattform Opta war der Auftritt von Maycon Cardozo bereits der siebte Teenager-Einsatz für Bayern in dieser Bundesliga-Saison. Eine Quote, die man demnach in keiner Bundesliga-Spielzeit zuvor erreicht hatte.

Kritik an Kompany damit Geschichte?

Diese Entwicklung rund um die Rolle von Karl und das Vertrauen gegenüber weiteren jungen Spielern ist im Vergleich zur Vorsaison eine klare Verbesserung. In der vergangenen Saison wurde Kompany vor allem für seinen sparsamen Einsatz von jungen Talenten scharf kritisiert.

Damit verbunden war die große Sorge, dass die Münchner potenzielle Top-Stars verschlafen und den Anschluss verlieren könnten. Doch genau diese Sorgen und die Kritik dürften inzwischen deutlich leiser geworden sein.

Mit Vorzeigetalent Karl lenkte Kompany ein Talent bereits in Richtung einer möglichen WM-Nominierung. Und aktuell sieht es in München keineswegs danach aus, als würde der Strom von Nachwuchsspielern aus der Jugend in den Profi-Bereich versiegen.

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