Bei Bayer Leverkusen spitzt sich die Lage im Saisonendspurt weiter zu. Nach mehreren Ausrutschern im Kampf um die Champions-League-Plätze wächst intern die Unzufriedenheit. Sportchef Simon Rolfes hatte bereits nach der Niederlage beim FC Arsenal "acht Endspiele" ausgerufen und damit auch den Druck auf Trainer Kasper Hjulmand erhöht.
Doch nicht nur der Coach steht in der Kritik: Auch Kapitän Robert Andrich gerät zunehmend unter Druck. Aufgrund seiner inkonstanten Leistungen gilt er laut Sport Bild als möglicher Abgangskandidat im kommenden Sommer.
Andrich als Unsicherheitsfaktor
Mit Blick auf den Sommer treibt Leverkusen den Kaderumbau unabhängig von der Trainerfrage voran. Besonders im Fokus steht dabei Kapitän Robert Andrich. Der Mittelfeldspieler rückte im Laufe der Saison vermehrt in die Innenverteidigung, zeigte dort zwar solide Ansätze, leistete sich jedoch zu viele entscheidende Fehler in wichtigen Momenten.
Zuletzt kosteten sein Fehlpass beim 1:1 gegen die Bayern sowie ein verschuldeter Elfmeter beim 3:3 in Heidenheim die Werkself wertvolle Punkte im Rennen um die Champions League. Doch auch darüber hinaus fiel Andrich immer wieder durch unnötige Fehler und vermeidbare Platzverweise auf – als Kapitän ein problematisches Signal.
Besonders prägnant war sein Ellbogenschlag gegen Desire Doue in der Gruppenphase der Champions League, der früh die Rote Karte nach sich zog und maßgeblich zur deutlichen 2:7-Niederlage gegen Paris Saint-Germain beitrug.
Defensive vor Umbruch - auch Andrich betroffen?
Im Zuge der geplanten Neuaufstellung soll ein neuer Abwehrchef verpflichtet werden, während mit Loic Bade ein weiterer Konkurrent aus der Verletzung zurückkehrt und somit intern ebenfalls Optionen für das Abwehrzentrum vorhanden sind.
Parallel stehen auf mehreren Positionen wichtige Entscheidungen an: Leistungsträger wie Edmond Tapsoba und Alejandro Grimaldo sollen laut Sport Bild unter allen Umständen gehalten werden, zugleich plant Bayer gezielte Verstärkungen auf den Außenverteidigerpositionen sowie im defensiven Mittelfeld.
Für Robert Andrich verschärft sich die Situation damit spürbar, da er im künftigen Konstrukt nicht mehr als gesetzt gilt. Trotz eines Vertrags bis 2028 könnte ein Wechsel im Sommer daher zunehmend realistischer werden.
