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Bayer Leverkusen findet völlig überraschende Trainer-Lösung

Bei der Werkself soll künftig wieder ein Spanier an der Seitenlinie stehen. Anders als Xabi Alonso ist dieser aber ein ziemlicher No-Name.
Wird Carles Martinez neuer Bayer-Trainer?
Wird Carles Martinez neuer Bayer-Trainer? | LOIC VENANCE/GettyImages

Bis zuletzt schien völlig unklar, wer bei Bayer Leverkusen künftig an der Seitenlinie steht. Dass Kasper Hjulmand eine Zukunft als Werkself-Coach hat, gilt indes als ausgeschlossen. Die Bayer-Bosse wollen die Trennung vom Dänen aber offenbar erst offiziell verkünden, wenn ein Nachfolger gefunden ist.

Kandidaten wurden am Rhein schon reichlich gehandelt. Bei Filipe Luis und nun auch Andoni Iraola hatte man sich dem Vernehmen nach eine Abfuhr abgeholt. Luis hat mittlerweile in Monaco angeheuert, Iraola steht unmittelbar vor der Unterschrift beim FC Liverpool.

Als mögliche Top-Option blieb so eigentlich nur Oliver Glasner übrig. Allerdings soll es laut kicker einen bislang noch unbekannten Trainer geben, der sich bei Sportchef Simon Rolfes und Co. zum Wunschkandidaten aufgeschwungen hat. Auch, weil es bei Glasner interne Zweifel gebe
(90min berichtete).

Carles Martinez wird neuer Leverkusen-Trainer

Sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um den 42-jährigen Spanier Carles Martinez handelt. Transfer-Experte Matteo Moretto behauptet zumindest, dass Leverkusen unmittelbar vor der Verpflichtung von Martinez als neuen Cheftrainer stehe.

Moretto gilt insbesondere im spanischen und italienischen Fußball als gut vernetzt. Mittlerweile berichtet auch die Bild von Martinez als neuen Bayer-Coach. Demnach werde er in Leverkusen für zwei Jahre bis 2028 unterschreiben. Diese Info bestätigte auch Sky-Transferexperte Florian Plettenberg.

Wer ist Carles Martinez?

Fakt ist derweil, dass der in Barcelona geborene Martinez frei verfügbar ist. Sein auslaufender Vertrag bei Ligue-1-Klub FC Toulouse wurde nicht verlängert. Der 42-jährige Spanier war seit Sommer 2023 Chefcoach beim Klub aus Südfrankreich. Zuvor hatte er schon ein halbes Jahr als Co-Trainer beim Klub gearbeitet.

Für Martinez war es die erste Profi-Station als Cheftrainer. Vor seinem Engagement in Toulouse war er im Nahen Osten als Jugendcoach tätig und arbeitete auch schon in Barças Nachwuchsschmiede La Masia.

In Toulouse hatte Martinez nach dem Pokalsieg 2023 übernommen und den Klub daher auch schon in der Europa League betreut. In 120 Pflichtspielen holte seine Mannschaft 44 Siege und im Schnitt 1,35 Punkte pro Partie. Die Platzierungen in der Ligue 1 waren unter Martinez konstant: ein elfter, zehnter und zuletzt neunter Platz sprangen heraus.

Der Spanier lässt bevorzugt in einem 3-4-3-System agieren. Eine Grundordnung, die gut zum aktuellen Bayer-Kader passen würde. Auch, dass Martinez auf technisch sauberes Kombinationsspiel setzt und diesen Spilstil mit taktischer Disziplin und defensiver Stabilität umsetzen möchte. Insgesamt gilt Martinez durchaus als Taktikfuchs.

Hat Leverkusen mit ihm also im dritten Anlauf den Alonso-Erben gefunden?


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