Bayer-Boss stinksauer: Rolfes mit scharfer Kritik an Abwehrstar!

Leverkusens Geschäftsführer Sport Simon Rolfes fand nach der unnötigen fünften Gelben Karte für Innenverteidiger Loic Bade beim Heimspiel gegen Bremen ungewöhnlich deutliche Worte.
Rolfes macht Loic Bade eine klare Ansage
Rolfes macht Loic Bade eine klare Ansage / Jörg Schüler/GettyImages
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Selbst nach dem wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen bleibt die Stimmung bei Bayer 04 Leverkusen angespannt. Neben der spielerisch durchwachsenen Vorstellung sorgte vor allem das Verhalten von Innenverteidiger Loic Bade für Ärger bei Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes.

Der Franzose kassierte in den Schlussminuten wegen Zeitspiels eine völlig unnötige Gelbe Karte – seine fünfte in dieser Saison. Damit fällt Bade im bereits personell dezimierten Defensivverbund der Werkself am kommenden Samstag im richtungsweisenden Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (15:30 Uhr, Sky) aus.

Bade zwischen Genie und Leichtsinn

Loic Bade zeigt in Leverkusen immer wieder sein enormes Potenzial, überschreitet dabei jedoch regelmäßig die Grenzen des Erlaubten. Beim Heimsieg gegen Werder Bremen präsentierte sich der französische Innenverteidiger zunächst äußerst aktiv: Nach einer Ecke vergab er freistehend die frühe Führung, wenig später bereitete er das vermeintliche 1:0 durch Patrik Schick vor, ehe der Treffer wegen eines Handspiels aberkannt wurde. In der Schlussphase geriet Bade erneut in den Fokus: In der 87. Minute sah er wegen Zeitspiels seine fünfte Gelbe Karte der Saison.

Bades Ausfall trifft die Werkself hart
Bades Ausfall trifft die Werkself hart / Pau Barrena/GettyImages

Der daraus resultierende Ausfall gegen Frankfurt ist eine weitere Schwächung für Leverkusens ohnehin angespannte Personalsituation in der Innenverteidigung. Stamminnenverteidiger Edmond Tapsoba wird der Werkself mindestens noch bis zum DFB-Pokal-Duell gegen den FC St. Pauli am 3. Februar verletzungsbedingt fehlen.

Trainer Kasper Hjulmand bleibt damit nur noch der 20-jährige Jeanuel Belocian als verbliebene Option für die Bundesligapartie in Frankfurt. Der junge Franzose kam zuletzt jedoch aufgrund schwankender Leistungen kaum zum Einsatz.

Rolfes greift durch und kritisiert Bade

In der hitzigen Schlussphase gegen Bremen sorgte Bade nach seiner Verwarnung zusätzlich für Ärger. Der Innenverteidiger reagierte auf seine gelbe Karte mit hämischem Applaus in Richtung des Schiedsrichters Tobias Reichel. Aus Bayer-Sicht blieb diese Geste glücklicherweise folgenlos. Eine unbedachte Aktion, die durchaus in einer schnellen Gelb-Roten Karte hätte enden können.

Für Sportdirektor Simon Rolfes war das Maß damit überschritten. "Da hätte ich ihm gerne die Arme festgebunden, aber unten. Das ist unnötig, das hilft auch nicht“, kritisierte er deutlich und zeigte wenig Verständnis für Bades Verhalten. Zwar hielt Rolfes die Gelbe Karte an sich für überzogen, mahnte jedoch klarere Grenzen an: "Grundsätzlich müssen wir da diszipliniert bleiben und nicht unnötige Gelbe Karten für nichts kassieren.“

Rolfes stellte klar, dass insbesondere Führungsspieler wie Bade in engen Partien Verantwortung übernehmen müssen. "Auch die brauchen Rückmeldung und Feedback“, ergänzte der Leverkusener Sportchef und deutete an, dass es noch ein persönliches Gespräch mit dem Franzosen geben werde.

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