Im nächsten Sommer wird sich der FC Schalke weiter verstärken müssen – und zwar unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Das offensichtliche und anhaltende Problem: Viel Geld haben die Verantwortlichen dafür nicht zur Verfügung. Laut der Sport Bild gibt es für den sich anbahnenden Transfer-Sommer sogar gar kein eigenes Transferbudget.
Bei einer Aufsichtsratssitzung im März, bei der mit Frank Baumann (Sport), Christina Rühl-Hamers (Finanzen) und Matthias Tillmann (Marketing und Vorsitzender) auch die drei Vorstandsmitglieder teilgenommen haben, wurden auch die finanziellen Rahmenbedingungen für den Sommer besprochen. Das Resultat hinsichtlich der Transfers: Baumann, dafür in erster Linie verantwortlich, wird mit einem Minus-Budget starten müssen. Konkret heißt das: Geld, das ausgegeben werden soll, muss zunächst erwirtschaftet werden.
Schalke ist also selbst im Aufstiegsfall gezwungen, sich von Leistungsträgern zu trennen. Dank einer bislang sehr erfolgreichen Saison, bei der sich auch einzelne Spieler gut entwickeln und sich ins Schaufenster stellen konnten, ist das aber möglich.
Der Aufstieg würde Schalke mehr finanzielle Freiheiten liefern
Grundsätzlich muss Baumann laut der Sport Bild einen Überschuss erzielen. Bleibt S04 in der 2. Bundesliga, muss dieser demnach bei rund drei Millionen Euro liegen. Gelingt die Rückkehr in die Bundesliga, wären es etwa zwei Millionen Euro. Schließlich muss Königsblau weiter Verbindlichkeiten abbauen und der DFL-Vorgabe entsprechend weiter das negative Eigenkapital verringern. Der Sportvorstand muss also den Kader verbessern und gleichzeitig mit positiven Zahlen aus dem Transfer-Sommer gehen.
Immerhin: Beim Etat für die Profimannschaft bleibt Schalke stabil. Gelingt der Aufstieg nicht, kann der Etat weiterhin bei leicht über 20 Millionen Euro verbleiben. Als Aufsteiger würde dieser laut der Sport Bild sogar auf 35 bis 40 Millionen Euro anwachsen können. Dafür würden auch die Mehreinnahmen durch die TV-Gelder sorgen. Internen Rechnungen zufolge wären bis zu weitere 16 Millionen Euro pro Jahr denkbar. Dazu soll auch ein neuer Hauptsponsor für weitere Einnahmen sorgen. Tillmann ist für die Suche federführend verantwortlich, muss diese aber fortsetzen, während eben noch nicht klar ist, in welcher Liga der Klub künftig aufspielt. Das wird für potenzielle Sponsoren aber natürlich ein wichtiger Aspekt sein. Offenbar wurde sich das Ziel gesetzt, bis Ende Mai entsprechende Klarheit zu haben.
