Der FC Barcelona ist raus aus der Champions League und muss auch im elften Jahr in Folge auf den nächsten Henkelpott warten. Trainer Hansi Flick wollte nach dem 2:1-Sieg in Madrid, der gegen Atletico aufgrund der 0:2-Hinspielpleite nicht reichte, den Blick nach vorne richten. Meinte aber auch, dass sein Team nach Hin- und Rückspiel den Einzug ins Halbfinale verdient gehabt hätte.
So richtig akzeptieren wollte man bei Barça das bittere Aus nach Schlusspfiff aber nicht. Der verletzte Stürmer-Star Raphinha sprach sogar von "Diebstahl" und nahm erneut den Schiedsrichter in den Fokus. "Das Spiel wurde uns gestohlen, die Schiedsrichterleistung war sehr schlecht. [...] Ich möchte wirklich verstehen, warum er so viel Angst davor hatte, dass Barça die Runde überstehen könnte", schoss der 29-jährige Brasilianer in der Mixed Zone scharf.
Erster Barça-Einspruch für UEFA "unzulässig"
Wie schon im ersten Duell musste Barça auch im Metropolitano nach einer Notbremse in Unterzahl agieren. Im Hinspiel war der Platzverweis aber nicht der Grund dafür, weshalb die Katalanen bei der UEFA eine Beschwerde eingereicht hatten. Vielmehr hätten sie ihrer Meinung nach einen Handelfmeter zugesprochen bekommen müssen. Samt Gelb-Roter Karte für Atletico.
Stunden vor dem Rückspiel hatte die UEFA den Einspruch als "unzulässig" abgewiesen. "Am 13. April 2026 erklärte die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA die Beschwerde für unzulässig", hieß es vom Verband.
"Wir können das nicht akzeptieren."Barça-Präsident Joan Laporta
Atletico nimmt Barça wegen Rasenhöhe hops
Während das auch für Barça nicht sonderlich überraschend gewesen sein dürfte, gab es schon vor dem Rückspiel weiteren Grund zur Aufregung. Flick beschwerte sich über den Rasen im Atleti-Stadion. Der sei seiner Meinung nach zu hoch. Der Barça-Coach vermutete eine Taktik dahinter, um das schnelle Kombinationsspiel seiner Mannschaft zu erschweren.
Den Konter bekamen Flick und Barça am Morgen nach dem Spiel auf Social Media. Der erste Post von Atletico bei X: "Wir lieben den Geruch von frisch gemähtem Gras am Morgen.“
We love the smell of freshly cut grass in the morning pic.twitter.com/n7KZ9tJwbA
— Atlético de Madrid (@atletienglish) April 15, 2026
Laporta kündigt zweiten Einspruch an
Die Rasen-Debatte bleibt aber eine Randnotiz beim dritten Aus von Barça im dritten Viertelfinal-Duell in der Champions League gegen Atletico. Die Blaugrana fühlen sich vor allem wegen der Schiedsrichter-Leistungen extrem benachteiligt und scheinen die Niederlage nicht akzeptieren zu wollen.
Präsident Joan Laporta jedenfall kündigte am Mittwoch eine weitere Beschwerde bei der UEFA an. "Wir können das nicht akzeptieren. Wir haben bereits eine Beschwerde bei der UEFA eingelegt und ich glaube, wir werden eine weitere einlegen", wird Laporta von Fabrizio Romano zitiert.
Der Ausgang dürfte dersselbe sein. Zumal im Rückspiel keine offensichtlich regelwidrige Entscheidung des Unparteiischen vorlag. Bitter bleibt das Aus für Barça so oder so. Akzeptieren muss man es in Katalonien dennoch.
