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Barca-Präsident klärt auf: Darum zögert Flick mit einer Verlängerung

Dass Trainer Hansi Flick sich mit seiner Vertragsverlängerung noch Zeit lassen möchte, beunruhigt Präsident Joan Laporta überhaupt nicht.
Gemeinsam führten Joan Laporta und Hansi Flick zurück an die Spitze
Gemeinsam führten Joan Laporta und Hansi Flick zurück an die Spitze | Quality Sport Images/GettyImages

Unter Hansi Flick versprüht der FC Barcelona wieder die Dominanz früherer Tage. Zwar schieden die Katalanen im Viertelfinale der Copa del Rey aus, in der Champions League und der Liga haben die Blaugrana jedoch weiterhin beste Chancen auf den ganz großen Wurf.

Dementsprechend zufrieden ist auch Barca-Präsident Joan Laporta mit dem deutschen Trainer, den er im Sommer 2024 nach Barcelona holte. Am liebsten würde er deshalb den Vertrag mit Flick so schnell wie möglich verlängern. Doch er wird sich gedulden müssen.

Flick will sich Zeit lassen – Laporta bleibt entspannt

Flick selbst erklärte kürzlich, dass er Zeit brauche, um mit seiner Familie über eine mögliche Verlängerung zu sprechen. Dabei bestätigte er gleichzeitig, dass Barca der letzte Verein in seiner Trainerlaufbahn sein wird (90min berichtete).

Jetzt brachte Laporta bezüglich Flicks Entscheidungsfindung Licht ins Dunkel. "Hansi möchte die Situation lieber am Ende der Saison analysieren und dann entscheiden, wie es weitergeht", erklärte der 73-Jährige im Interview bei Mon Esport.

Flick verspüre "das Bedürfnis nach einer schnellen Unterschrift" nicht, ergänzte Laporta. Einen möglichen Grund dafür hat er auch parat: "Ich glaube, er hat das Gefühl, dass jemand denken könnte, er würde nachlassen, wenn er einen Vertrag über viele Jahre hätte."

Dass er unbedingt mit Flick weitermachen will, daran lässt Laporta im Interview noch einmal keinen Zweifel. "Er ist ein Mann, der sehr ehrlich zu sich selbst und sehr professionell ist. Ich glaube, er hat sich die Vertragsverlängerung verdient, aber er möchte lieber am Ende der Saison darüber sprechen, die Situation analysieren und entscheiden, wie es weitergehen soll. Wenn wir ein weiteres Jahr machen, hat er es schon in der Tasche", erklärte er.

Streitpunkt Länderspiele

Deutlich weniger freundlich war er beim Thema Raphinha. Der Flügelspieler verletzte sich bei der Länderspielreise Brasiliens und fällt mindestens bis Ende April aus. Damit verpasst er beide Viertelfinal-Spiele der Champions League gegen Atlético Madrid.

Raphinha
Raphinha verletzte sich beim Freundschaftsspiel gegen Frankreich | Stephen Nadler/ISI Photos/GettyImages

"Wir sollten die FIFA irgendwie dazu drängen, einen internationalen Spielplan aufzustellen, der die Wettbewerbe der Spitzenvereine berücksichtigt", forderte Laporta daher: "Natürlich kann man die Verantwortung nicht auf den Spieler abwälzen. Sie sind Vollprofis und geben alles für ihr Land."

Vor allem der Zeitpunkt der Länderspielpause erzürnt Laporta dabei. "Die Pause kommt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt der Saison, an dem wir um unser Leben kämpfen. Ich bin empört, aber es ist auch sehr kompliziert, das zu regeln", sagte Laporta.

Er ergänzte: "Die Vereine wollten das Recht, an der Erstellung des Länderspielkalenders der Nationalmannschaften mitzuwirken. Das wurde nie gelöst." Gleichzeitig würden von der FIFA immer mehr und vor allem größere Wettbewerbe angestoßen werden. "Der spanische Fußballverband muss mit der FIFA sprechen – wir Vereine haben sehr wenig Einfluss", forderte Laporta deshalb.

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