Es war durchaus eine kleine Überraschung, als Rodri und nicht Lionel Messi den goldenen Ball als bester Spieler der Weltmeisterschaft überreicht bekam. La Pulga hatte Argentinien zuvor quasi im Alleingang ins Finale geführt und sich durch seine starken Leistungen wieder in die Konversation für einen neunten Ballon d'Or gebracht.
Im Finale selbst blieb Messi dann allerdings bis auf die Schlussphase der Verlängerung nahezu komplett wirkungslos, was zu einem großen Teil auch an den Spaniern lag. Dennoch wirbelte seine Performance unser Ballon d'Or-Ranking noch einmal durcheinander.
7. Erling Haaland

Erling Haaland spielte eine herausragende Saison 2025/2026 und gehörte erneut zu den gefährlichsten Stürmern der Welt. Mit seiner enormen Torgefahr führte der Norweger Manchester City zu einem weiteren Titelgewinn und sicherte den Skyblues den FA Cup sowie die englische Vizemeisterschaft. Dabei unterstrich er seine außergewöhnliche Konstanz mit 38 Treffern in 52 Pflichtspielen.
Bei der Weltmeisterschaft schrieb Haaland zusätzlich Geschichte: Mit sieben Toren führte er die norwegische Wikingerbande erstmals überhaupt ins Viertelfinale einer WM. Vor allem seine beiden legendären Treffer im Sechzehntelfinale gegen Brasilien werden den Fans noch lange in Erinnerung bleiben.
Auch wenn andere Stars am Ende die größeren Mannschaftserfolge feierten, gehörte Haaland erneut zu den prägenden Spielern de Saison und verdient deshalb einen Platz in unseren Top sieben des Ballon d'Or-Rankings.
6. Kylian Mbappé

Mr. WM. Mbappé darf sich nach dem Turnier neuer Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften nennen – mit 22 Treffern und gerade einmal 27 Jahren. Der Franzose liefert beim wichtigsten Fußballturnier seit jeher konstant ab und traf 2018 vier Mal, 2022 acht Mal und 2026 sogar zehn Mal
Zehn Tore und vier Vorlagen sammelte er und war in der hochkarätigen Offensive von Les Bleus der Dreh- und Angelpunkt. Was ihn eine höhere Platzierung kostet, ist die Titelausbeute.
Die ist nämlich sehr mau. Mbappé gewann mit Frankreich und Real Madrid keinen einzigen Titel. Das ist im Vergleich zu Rodri, Kane oder Yamal einfach zu wenig – da helfen auch keine 42 Pflichtspieltore für Real.
5. Lionel Messi

Auch mit 39 Jahren bewies Lionel Messi, dass er noch immer den Unterschied auf allerhöchstem Niveau ausmachen kann. Bei der Weltmeisterschaft führte der Argentinier die Albiceleste mit acht Toren und vier Vorlagen bis ins Finale und bescherte den Fans einmal mehr magische Momente. Zwar verpasste er den zweiten WM-Titel seiner Karriere, dennoch gehörte der Rekordweltfußballer erneut zu den prägenden Gesichtern des Turniers und brach dabei zahlreiche historische WM-Rekorde.
Auch auf Vereinsebene überzeugte Messi: Als Kapitän führte er Inter Miami zum ersten MLS-Titel der Franchise-Geschichte und erzielte in 34 Pflichtspielen der MLS-Saison 2025 starke 35 Tore sowie 23 Vorlagen.
Für seinen 9. Ballon d'Or wird es am Ende zwar wohl nicht ganz reichen, doch Messis außergewöhnliche Klasse rechtfertigt ohne Zweifel einen Platz unter den fünf besten Spielern der Saison.
4. Michael Olise

Die Saison von Michael Olise ist nur mit einem Wort zu beschreiben: grandios. Der 24-Jährige stieg im Verlauf der Spielzeit endgültig zu einem der besten Spieler Europas auf. Neben Kane war er Bayerns überragender Spieler und sammelte 53 Scorerpunkte in 52 Spielen.
Auch bei der WM brillierte Olise, stellte mit sieben Vorlagen unter anderem einen neuen Assist-Rekord bei Weltmeisterschaften auf. Doch was ihm am Ende den Ballon d'Or kostet, ist trotz seiner beeindruckenden Zahlen seine Performance in den wichtigen Spielen.
Gegen Spanien im Halbfinale nahm ihn Marc Cucurella komplett aus dem Spiel und er wurde nach einer Stunde ausgewechselt. Auch im Halbfinal-Rückspiel gegen PSG in der Champions League blieb er blass. Hier muss er sich steigern, wenn er jemals Weltfußballer werden will.
3. Lamine Yamal

Lamine Yamal hat mit dem WM-Titel den internationalen Fußball quasi durchgespielt – und das mit gerade einmal 19 Jahren. Doch anders als beim EM-Sieg 2024 war der Rechtsaußen diesmal nicht der alles überstrahlende Star.
Yamal tat sich im Turnier teilweise enorm schwer und erreichte nur selten sein Top-Level. Stattdessen erzielte er nur ein Tor und blieb in der K.o.-Phase komplett ohne Scorerpunkt.
Allerdings schlug er auch die Flanke, die Nico Williams anschließend zurücklegte und Ferran Torres so das Siegtor im Finale ermöglichte. Zudem spielte er mit 24 Toren und 18 Assists in 45 Pflichtspielen eine starke Saison für den FC Barcelona und krönte sich zum spanischen Meister. Doch die durchwachsene WM kostet ihn einen höheren Platz.
2. Rodri

Der 30-Jährige zeigte bei dieser WM erneut, weshalb er für viele als bester zentraler Mittelfeldspieler der Welt gilt. Rodri war der Motor des spanischen Spiels und holte sich zwar überraschend, aber nicht unverdient, den goldenen Ball als bester Spieler des Turniers ab.
Rodri spielt zwar nicht so spektakulär, wie andere Spieler in dieser Liste, doch in puncto Wichtigkeit ist wohl kaum jemand so essenziell für das Spiel seiner Mannschaften wie er.
Das sind gewichtige Argumente für einen zweiten Ballon d'Or-Sieg nach 2024, das Genick bricht ihm im Vergleich zu Kane aber die Saison mit Manchester City. Die Skyblues gewannen mit dem FA-Cup lediglich einen Titel und blieben vor allem in der Champions League hinter den Erwartungen zurück.
1. Harry Kane

Harry Kane war der überragende Spieler der Saison 2025/26 und unser Favorit auf den Ballon d'Or. Der Engländer führte den FC Bayern München mit Toren am Fließband zum Double aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal. In 51 Pflichtspielen erzielte der 32-Jährige unglaubliche 61 Treffer, darunter 14 in der Champions League, in der er die Münchner bis ins Halbfinale schoss.
Auch bei der Weltmeisterschaft gehörte Kane zu den prägenden Spielern des Turniers und traf auf dem Weg zur Bronzemedaille sechs Mal. Besonders im Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo rettete er England mit zwei späten Treffern vor dem Aus.
Nach mehreren Jahren in der absoluten Weltspitze spielte Kane ohne Zweifel die beste Saison seiner Karriere. Der Ballon d'Or wäre die verdiente Krönung dieser außergewöhnlichen Spielzeit.
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