In der bisherigen Saison kommt Zaid Tchibara noch nicht über einen Mini-Einsatz nach Einwechslung hinaus. Über weite Strecken fehlte er noch aufgrund seines Trainingsrückstandes, den er nach seinem Kreuzbandriss zunächst aufholen musste. In den letzten vier Liga-Spielen saß er zumindest wieder auf der Bank – allerdings noch ohne wieder eingewechselt zu werden.
Umso wichtiger war sein Einsatz am Donnerstagabend, als der FC Schalke die Länderspielpause für ein Testspiel gegen den 1. FC Schweinfurt nutzte. Bei der 0:2-Niederlage standen Einsatzzeiten für Spieler aus der zweiten und dritten Reihe im Fokus. Rund 70 Minuten bekam auch Tchibara, der als einer der auffälligsten Knappen-Spieler zu beschreiben war.
Hoogland lobt und bremst – S04-Youngster weiß um sein Können
Im Training habe er bereits untermauert, dass er ein "außergewöhnlicher Junge" sei. So äußerte sich Tim Hoogland nach dem Testspiel über den 20-Jährigen, der beim S04 nach wie vor als Offensiv-Hoffnung gilt (via WAZ). Weshalb er dennoch zuletzt nicht aufspielen durfte, erklärte der Co-Trainer ebenfalls: "So eine Verletzung macht etwas mit dir. Wir sind immer noch dabei, ihn behutsam aufzubauen. Wenn du ein Jahr raus warst, dauert es, bis du wirklich wieder bei 100 Prozent bist."
Auch Miron Muslic hatte angesichts der damaligen Trainings-Rückkehr schon betont, dass alles, was für Tchibara im weiteren Saisonverlauf möglich wird, ein "Bonus" sei. Schalke möchte mit ihm nichts überstürzen. Weder nach der Verletzung, die er sich im Februar des vergangenen Jahres zuzog, noch grundsätzlich in seiner Entwicklung.
"Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht", hielt sich Tchibara gegenüber der WAZ nicht mit der Wahrheit zurück, dass er gerne schon den ein oder anderen Einsatz mehr bekommen hätte. "Aber im Fußball muss man manchmal auf seine Chance warten, das gehört dazu."
Ebenso deutlich und selbstbewusst zeigte er sich auf das Szenario angesprochen, mit Schalke aufzusteigen und dann auch selbst in der Bundesliga eine gute Rolle spielen zu können. "Ich habe die Qualität und denke, dass ich das schaffen kann, wenn ich daran glaube", betonte Tchibara. An den erhofften Aufstieg glaube er "zu 100 Prozent".
