Der DFB musste in den letzten Jahren im Kampf um Talente einige empfindliche Niederlagen einstecken. MIt Can Uzun, Kenan Yildiz und Ibrahim Maza entschieden sich beispielsweise drei Offensivtalente gegen eine Zukunft mit dem Adler auf der Brust.
Auch Werder-Innenverteidiger Karim Coulibaly wird vom ivorischen Verband umgarnt, genauso wie Frankfurt-Neuzugang Noel Aseko vom äquatorialguineischen. Doch bei keinem der Youngsters ist die Lage so akut wie bei Wael Mohya.
Rennen wieder offen
Der 17-Jährige Youngster von Borussia Mönchengladbach, der wie auch Coulibaly und Aseko auf der 57er-Liste vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp steht, wird heftig vom marokkanischen Verband umworben. Der diesjährige WM-Viertelfinalist lockt ihn mit einer Schlüsselrolle bei der anstehenden Heim-WM 2030.
Und Mohya ist durchaus interessiert, ließ zum Ende der Saison einige Lehrgänge der deutschen U18 sausen. Doch ganz so klar ist die Sache dann doch noch nicht.
Denn der 17-Jährige erklärte gegenüber der Bild: "Es ist noch alles offen, aber ich will mich im Moment komplett auf die Saisonvorbereitung und einen guten Start mit Gladbach fokussieren. Deshalb blende ich alles andere aus."
Teil der neuen DFB-Generation?
Klopp und mit ihm ganz Deutschland können sich also doch noch Hoffnung machen. Mohya gilt schließlich in Gladbach nicht ohne Grund als Jahrhundert-Talent. In der letzten Saison debütierte er mit 16 Jahren in der Bundesliga und steigerte seinen Marktwert auf 17 Millionen Euro.
Klar ist: Entscheidet er sich für Deutschland, wird ihm im Mittelfeld auf lange Sicht hin die Zukunft gehören. Mohya ist dribbelstark, hat ein gutes Auge und bewegt sich schlau zwischen den Linien – alles Attribute, die man bei einigen deutschen Mittelfeldspielern bei der WM vermisste.
Jetzt muss ihn nur noch Klopp überzeugen, dann könnte Mohya in ein paar Jahren gemeinsam mit Lennart Karl, Said El Mala und Assan Ouédraogo bei Europa- und Weltmeisterschaften für Furore sorgen.
Weitere News rund um die Nationalmannschaft lesen:
