Theoretisch braucht sich Eintracht Frankfurt keine Gedanken um einen vorzeitigen Abgang von Can Uzun machen, hat er doch einen noch über drei weitere Jahre gültigen Vertrag unterschrieben. Praktisch muss das natürlich nichts bedeuten, zumal die Rahmenbedingungen für einen etwaigen Wechsel zunehmend attraktiv zu werden scheinen.
Einerseits hat die SGE das internationale Geschäft verpasst, wird also in der kommenden Saison nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal antreten. Andererseits gibt es bereits konkretes Interesse am 20-jährigen Spielmacher aus England und Italien, wie die Bild berichtet.
Ein zusätzliches Problem: Uzun steht im vorläufigen WM-Kader der Türkei. Sollte er es ins finale Aufgebot schaffen und bei der Weltmeisterschaft etwas Eigenwerbung betreiben können, würde das Interesse an ihm nur noch größer und konkreter werden.
Krösche will Team um Uzun herum bauen – wird für ihn sogar die 10 ausgepackt?
Bei der Eintracht soll die Mannschaft aber explizit auch um Uzun herum verändert werden. Er soll künftig als wichtiger Spielmacher vorweg gehen und passende Mitspieler an seine Seite bekommen. Daher mutmaßt die Bild, dass Markus Krösche eventuell zu einem drastischen Schritt greifen könnte, um ihn zu halten.
Dabei geht es um die Rückennummer Zehn. Diese gilt in Frankfurt beinahe als heilig und wird nur sehr selten vergeben. Seit dem Abgang von Filip Kostic hat bei der SGE niemand mehr die Zehn getragen – ganz bewusst auch von Krösche gesteuert. Vor zwei Jahren betonte er diesbezüglich: "Der Spieler muss es sich verdienen, sie zu tragen. Die Nummer ist etwas Besonderes, gerade bei uns auch mit viel Tradition verbunden."
Die Zehn wäre zwar ein symbolisches, aber dadurch nicht weniger unwichtiges Lockmittel für Uzun. Die Nummer würde zu seiner Rolle bei der Eintracht passen, seine Bedeutung und das Vertrauen in ihn betonen. Womöglich denkt der Sportvorstand darüber nach, um den wertvollsten Spieler im Kader auch zur nächsten Saison in den eigenen Reihen zu wissen.
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