Der 1. FC Köln wird nach der Länderspielpause mit einem neuen Chefcoach an den Start gehen: Lukas Kwasniok wurde nach dem 3:3 im Rheinderby entlassen, dafür übernimmt vorerst sein Assistent Rene Wagner. Sollte der Interimstrainer floppen, gäbe es die Möglichkeit, an den letzten Spieltagen nochmal einen Feuerwehrmann (wie zum Beispiel Friedhelm Funkel) zu installieren.
Doch unabhängig davon, wie es für die Geißböcke nun weitergeht: In der aktiven Fanszene des Effzeh ist man sicher, dass die Trennung von Kwasniok alternativlos war.
"Ich bin restlos überzeugt, dass wir, wenn wir den Trainer behalten hätten, abgestiegen wären. Mit diesem Trainer wären wir ganz tief in die Scheiße reingekommen", sagte Kölns Vorsänger Stephan Schell beim 'Dreierkette Köln Talk' (zitiert via Geissblog) über Kwasniok. "Deswegen war die Entscheidung, den Trainer zu wechseln, die richtige."
Laut Schell war "spätestens schon im Winter" der Wurm drin, weshalb man in der aktiven Fanszene reagiert habe. Damit spielte der Vorsänger auf das "Kwasni Yok"-Plakat beim Auswärtsspiel in Heidenheim am 16. Spieltag an. "Man kann Kompetenzen im Fachgebiet haben, wie man will. Aber er [Kwasniok] hat die Kabine schon viel früher verloren. Jetzt wird es nach vorne gehen, wenn sich die Spieler wieder erreichen lassen."
"Es spricht für die Mannschaft, dass nicht gegen den Trainer gespielt wurde", betonte Schell. "Dementsprechend bin ich zuversichtlich, weil wir alle wissen, dass es die Mannschaft drauf hat und dass die Tabellensituation nicht das hergibt, was die Mannschaft leisten kann."
Hinzu komme, dass Wagner "rafft, wie Köln und der Verein funktionieren", so Schell. Genau das war aber "nicht gerade die Kompetenz seines Vorgängers", stichelte der Capo gegen Kwasniok.
