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Aufatmen bei Nagelsmann: DFB-Überflieger meldet sich fit fürs Sechzehntelfinale

Linksverteidiger Nathaniel Brown ist nach einer kurzen Verletzungspause auf den Trainingsplatz zurückgekehrt.
Steht nach kurzer Verletzungspause wieder zur Verfügung und vor einem Wechsel zum FC Bayern: DFB-Überflieger Nathaniel Brown
Steht nach kurzer Verletzungspause wieder zur Verfügung und vor einem Wechsel zum FC Bayern: DFB-Überflieger Nathaniel Brown | Alexander Hassenstein/GettyImages

Es war die beste Nachricht des Tages im DFB-Camp in Winston-Salem: Bundestrainer Julian Nagelsmann konnte am Samstag im Spry Soccer Stadium bis auf den ohnehin verletzten Nico Schlotterbeck alle verbliebenen 25 Akteure auf dem Rasen begrüßen. Mittendrin: Nathaniel Brown. Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt hat seine leichten Adduktorenprobleme vollständig auskuriert und steht für das anstehende WM-Sechzehntelfinale am Montag im amerikanischen Foxborough wieder zur Verfügung.

Wichtige Rückkehr für die DFB-Abwehr

Wie wichtig der 23-jährige Senkrechtstarter für das deutsche Spiel ist, zeigte sich zuletzt beim schwachen 1:2-Gruppenabschluss gegen Ecuador. Brown musste verletzungsbedingt zuschauen und wurde von David Raum vertreten. Der Leipziger konnte jedoch besonders in der Defensivarbeit nicht überzeugen.

Zuvor hatte Brown bei seinem WM-Debüt auf ganzer Linie begeistert: Beim furiosen 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao glänzte der Linksfuß direkt mit einem Tor und einer Vorlage, auch beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste stand er als unumstrittener Stammspieler in der Anfangsformation. Dass er nun gegen das unbequeme Paraguay wieder die linke Außenbahn beackern kann, sorgt bei Nagelsmann für große Erleichterung.

Völler schwärmt – Bayern-Wechsel vor dem Abschluss

Dass Brown derzeit mit so viel Selbstvertrauen aufspielt, kommt nicht von ungefähr. Der Youngster hat eine herausragende Bundesliga-Saison mit Eintracht Frankfurt hinter sich. In 33 Spiele erzielte er vier Tore und legte vier weitere vor, nun steht er offenbar vor dem absoluten Karriere-Meilenstein: Einem Wechsel zum FC Bayern München.

Nach übereinstimmenden Medienberichten sind sich der Rekordmeister und die SGE bereits einig. Das finanzielle Gesamtpaket für den Linksverteidiger, der in München einen Fünfjahresvertrag bis 2031 unterschreiben soll, hat es absolut in sich: Demnach überweisen die Münchner eine Fix-Ablöse von 50 Millionen Euro nach Frankfurt, die sich durch mögliche Bonuszahlungen in Höhe von fünf Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von bis zu 55 Millionen Euro erhöhen kann.

Auf diesen Transfer-Hammer angesprochen, hielt sich DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf der jüngsten Pressekonferenz noch diplomatisch zurück. „Ob die Gerüchte, die jetzt da sind, stimmen … Warten wir mal ab. Ich würde es vielleicht sogar verraten, wenn ich es wüsste, aber ich weiß es nicht“, schmunzelte der 66-Jährige.

Gleichzeitig fand Völler jedoch höchste Anerkennung für den Shootingstar: „Die Entwicklung in den letzten sechs Monaten beziehungsweise im vergangenen Jahr bei Eintracht Frankfurt ist beeindruckend.“ Es sei absolut kein Zufall, dass der 23-Jährige bei dieser Weltmeisterschaft gesetzt ist. „Das hat er sich verdient.“

Am Sonntagmorgen absolviert das DFB-Team nun noch die finale Abschlusseinheit, ehe der FIFA-Charterflieger die Mannschaft mitsamt dem genesenen Nathaniel Brown nach Boston bringt.


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