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Atubolu-Coup auf Kosten einer Wunschposition? So plant Eintracht den Torwart-Transfer

Der Deal könnte die weitere Transferpolitik beeinflussen.
Wechselt Noah Atubolu nach Frankfurt?
Wechselt Noah Atubolu nach Frankfurt? | DeFodi Images/GettyImages

Bei Eintracht Frankfurt könnte sich auf der Torhüterposition schon wieder einiges verändern. Nachdem Kevin Trapp im vergangenen Sommer den Klub verlassen hatte, galt Kaua Santos eigentlich als klare Zukunftslösung zwischen den Pfosten.

Rund ein Jahr später scheint das Vertrauen in den Brasilianer aufgrund inkonstanter Leistungen jedoch zunehmend zu schwinden. Neben Santos steht mit Michael Zetterer zwar noch ein weiterer Keeper im Kader, doch nun rückt offenbar Noah Atubolu vom SC Freiburg in den Fokus.

Atubolu als Wunschlösung

Der 24-Jährige besitzt in Freiburg zwar noch einen Vertrag bis 2027, hat den Verantwortlichen jedoch bereits signalisiert, dass er diesen nicht verlängern möchte. Ursprünglich strebte Atubolu einen Wechsel in die Premier League an, ein Transfer nach England kam bislang allerdings nicht zustande.

Gleichzeitig hat Freiburg mit Mio Backhaus bereits einen neuen Stammtorwart installiert, weshalb ein Verbleib Atubolus im Breisgau für keine Seite die bevorzugte Lösung sein dürfte. Trotz eines Marktwerts von rund 25 Millionen Euro soll eine Ablöse von etwa 15 Millionen Euro inzwischen realistisch sein.

Eintracht müsste finanziell an die Grenze gehen - und woanders sparen

Für Frankfurt wäre selbst diese Summe ein finanzieller Kraftakt. Torwart-Legende Uli Stein sieht darin allerdings keinen Grund, von einem Transfer abzusehen. "Es ist ein finanzieller Kraftakt, aber wenn du die Chance hast, ihn zu kriegen, dann musst du alles dafür tun, um ihn zu holen“, erklärte Stein.

Sportvorstand Markus Krösche könnte versuchen, die fixe Ablöse durch entsprechende Bonuszahlungen zu drücken. Gleichzeitig müsste die Eintracht Atubolu auch beim Gehalt entgegenkommen. Nach Informationen von Bild wäre ein Grundgehalt von mindestens 2,5 Millionen Euro nötig.

Sollte der Deal zustande kommen, hätte das allerdings auch Auswirkungen auf die weitere Kaderplanung. Für einen neuen Stürmer bliebe wohl nur noch eine Leihe – eine Lösung, die die Eintracht-Bosse angesichts des Torwart-Problematik offenbar in Kauf nehmen würden.

Noch laufen zwischen Frankfurt und Freiburg allerdings keine Verhandlungen. Die Eintracht befindet sich bislang lediglich im Austausch mit der Spielerseite. Zudem gibt es Konkurrenz: Auch der FC Bournemouth, Napoli und Marseille sollen Interesse am 24-Jährigen zeigen.

Atubolu mit positiver Tendenz zu Frankfurt

Für die Eintracht spricht allerdings, dass sich Atubolu einen Wechsel nach Frankfurt offenbar vorstellen kann. Der Torhüter soll bereits Kontakte innerhalb der Mannschaft besitzen. Mit Ex-Eintracht-Spieler Nathaniel Brown verbindet ihn eine enge Freundschaft, auch Nnamdi Collins kennt der 24-Jährige gut. Das Duo dürfte ihm die SGE schmackhaft gemacht haben.

Zudem könnte Frankfurt Atubolu eine Perspektive bieten, ohne seine langfristigen Karrierepläne einzuschränken. Krösche soll dem Keeper bei einem Wechsel in Aussicht stellen, einen späteren Schritt zu einem Topklub nicht zu blockieren. Auch mit Blick auf die Nationalmannschaft könnte dieser Faktor entscheidend sein. Atubolu gilt als Kandidat für die deutsche Nummer Eins bei der EM 2028.

Damit könnte Frankfurt für Atubolu zur attraktiven Lösung werden – und die Eintracht gleichzeitig ihr Torwartproblem mittelfristig lösen. Ob Krösche den kostspieligen Deal tatsächlich realisieren kann, hängt nun vor allem von den Verhandlungen mit Freiburg ab.


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