"Stollen im Oberschenkel": Ärger um Stuttgart-Führung im DFB-Pokal
Von Yannik Möller

Der Spielverlauf gab einen deutlichen 3:0-Sieg des VfB Stuttgart über Holstein Kiel zwar nicht unbedingt her, doch kann der Einzug des Erstligisten ins Halbfinale des DFB-Pokals als verdient bezeichnet werden.
Etwas Ärger gab es jedoch über den zwischenzeitlichen 1:0-Führungstreffer, den Deniz Undav in der 56. Minute erzielen konnte. Kiel-Keeper Timon Weiner beklagte ein Foul des Angreifers gegenüber sich selbst, wodurch das Tor seiner Ansicht nach gut und gerne auch hätte zurückgenommen werden können.
Weiner sicher: Undav-Treffer kann man "schon abpfeifen"
"Der Schiedsrichter sagte zu mir, dass [Undav] erst das Tor schießt und mich dann trifft. Ich habe ganz klar sechs Stollen auf meinem Oberschenkel gespürt und habe einen Abdruck. Ich weiß nicht, ob das so regelkonform ist", gab Weiner nach dem Spiel beim ZDF zu bedenken (via kicker). Ein VAR-Eingriff erfolgte jedoch nicht, während der Torhüter auch kurz behandelt werden musste. Der VfB ging dementsprechend in Führung und konnte das Spiel so mehr an sich nehmen.
Noch deutlicher formulierte Weiner es gegenüber Sky: "Er tritt mir halt einfach auf den Oberschenkel drauf. Natürlich schießt er dann das Tor, aber ich weiß nicht, ob das so sein muss." Die Szene könne man "schon abpfeifen", erklärte er beim Blick auf die Wiederholungen.
Beim ZDF wurde Undav natürlich auch auf die Szene und die Beschwerden seines Gegenübers angesprochen. "Ich weiß gar nicht, ob ich den Torwart berühre. Das habe ich gar nicht gespürt", so der Angreifer, der ein entsprechendes Fazit zog: "Meiner Meinung nach auch kein Foul."
Hanno Balitsch, der als TV-Experte tätig war, und Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer stimmten Undav in seiner Beurteilung zu. Auch die beiden sahen kein derart strafwürdiges Einsteigen von Undav, als dass das Tor nicht hätte zählen dürfen. Aus Torwart-Sicht ist der Frust aber sicherlich auch etwas nachvollziehbarer.
Weitere Nachrichten rund um den DFB-Pokal:
feed