Emre Can ist der Kapitän von Borussia Dortmund. Daran hat auch sein Kreuzbandriss nichts geändert, durch den der 32-Jährige bereits seit dem vergangenen März fehlt. Das heißt natürlich auch, dass er zurzeit noch ersetzt werden muss, während er an seinem Comeback arbeitet.
Bislang fällt diese Aufgabe und Ehre auf Waldemar Anton, der unter Niko Kovac sowieso als im wahrsten Sinne des Wortes zentraler Bestandteil der Dreierkette gesetzt ist. Passend dazu ist der Innenverteidiger auch mit guten Leistungen in die Saison gestartet, während er dazu als wichtiger Führungsspieler auffällt. Seine jungen Abwehr-Kollegen richten sich an ihm auf, die anderen Mitspieler scheinen ihn sehr zu achten.
Vieles wird auch am Comeback von Can hängen: Startelf-Kandidat oder Bankdrücker?
Deshalb gibt es jetzt schon Stimmen, die einer Diskussion um die Kapitänsfrage durchaus offen gegenüberstehen. Einige Fans stellten dieser Tage im Netz die Behauptung auf, Anton wäre ohnehin der weitaus bessere und passendere Kapitän für den BVB. Auch ungeachtet der Tatsache, dass Can diese Rolle zurzeit nur aufgrund seiner verletzungsbedingten Zwangspause nicht ausüben kann.
Auch die WAZ hat das Thema mittlerweile in einem Kommentar aufgegriffen. Der dortige Hinweis, Anton mache zwar einen ebenso guten wie verlässlichen Job als Captain, sei zurzeit aber auch etwas unauffällig, gibt den Ausschlag: Der Kapitän von Schwarz-Gelb solle "auch nach außen etwas ausstrahlen", heißt es dort im Sinne von Can und einer bestenfalls direkt im Keim zu erstickenden Kapitänsfrage.
Doch alleine die Tatsache, dass dieses Thema zurzeit rund um den BVB eine Rolle spielt, macht eines deutlich: Zumindest von außen wird Anton mindestens als ebenbürtige Alternative zu Can in Betracht gezogen. Je nachdem, wann dieser zurückkehrt und welche Rolle er dann überhaupt übernehmen wird, dürfte diese Frage nochmal weiter in den Fokus rücken. Immerhin wäre ein Captain, der vorrangig auf der Bank sitzen und die Binde somit ohnehin weitergeben muss, durchaus entmachtet.
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