Borussia Mönchengladbach arbeitet im Hintergrund weiter intensiv am Kaderumbruch. Da ein Abgang von Nico Elvedi zum englischen Klub Leeds United immer konkretere Formen annimmt, ist die sportliche Leitung dringend auf der Suche nach einem hochkarätigen Nachfolger für die Abwehrzentrale.
Die heißeste Spur führt dabei direkt nach Südamerika. Der 21-jährige Innenverteidiger Nahuel Herrera vom uruguayischen Erstligisten CA Peñarol hat sich als absoluter Wunschspieler der Gladbacher Verantwortlichen um Andre Hechelmann und Rouven Schröder herauskristallisiert.
Peñarol lehnt erstes Leih-Angebot ab
Dass das Interesse der Borussia weitaus mehr als nur ein loses Gerücht ist, bestätigte nun auch die Klubführung von Peñarol. Vorstandsmitglied Marcelo Solomita machte öffentlich, dass Gladbach bereits ein konkretes Angebot am Verhandlungstisch hinterlegt habe.
Dieses erste Angebot sah ein Leihgeschäft bis zum Jahresende vor, gepaart mit einer anschließenden Kaufoption. Die Uruguayer lehnten diese Offerte jedoch ab, da der Verein aufgrund der eigenen finanziellen Situation auf einen direkten Verkauf des Spielers pocht.
Neues 7-Millionen-Angebot in Vorbereitung
Die Borussia lässt bei dem begehrten Abwehrtalent aber offenbar nicht locker. Wie der uruguayische Transferjournalist Nico Pirri und sein Kollege Pablo Oliveira übereinstimmend berichten, bereitet Gladbach nun ein deutlich nachgebessertes Angebot vor.
Demnach sollen die Verantwortlichen am Niederrhein bereit sein, rund sieben Millionen Euro für einen festen Transfer in die Hand zu nehmen. Diese Summe entspricht in etwa jenen acht Millionen US-Dollar, die Peñarol für sein Eigengewächs fordert. Noch unklar ist dabei lediglich, ob der Wechsel noch in diesem Sommer oder erst im kommenden Winter über die Bühne gehen soll. Bei einem sofortigen Elvedi-Verkauf würde ein Sommer-Transfer für die Fohlen natürlich deutlich mehr Sinn ergeben.
Tradition mit Südamerikanern am Niederrhein
Sportlich würde der 1,86 Meter große Rechtsfuß hervorragend in das Anforderungsprofil passen. Herrera gilt als moderner, extrem physischer und nervenstarker Defensivanker. Eine Schulterverletzung, die ihn im Frühjahr nach einer Operation in Madrid zwischenzeitlich ausbremste, hat er längst vollständig auskuriert.
Mit Transfers aus Südamerika hat Borussia Mönchengladbach in der Vergangenheit zudem oft ein goldenes Händchen bewiesen. Ehemalige Leistungsträger wie Dante, Juan Arango, Raul Bobadilla oder Raffael haben am Niederrhein tiefe Spuren hinterlassen. Nahuel Herrera könnte sich nun nahtlos in diese erfolgreiche Historie einreihen.
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