Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München hatte beim 1:0-Erfolg des deutschen Meisters einen schmerzhaften Treffer einstecken. Wolfsburg-Profi Konstantinos Koulierakis traf Goretzka in der ersten Halbzeit mit einem wuchtigen Freistoß am Kopf. Der Nationalspieler ging daraufhin sofort zu Boden und musste behandelt werden.
Zunächst konnte der 31-Jährige zwar weiterspielen, in der Halbzeit war jedoch Schluss. Goretzka blieb in der Kabine, nachdem ihm zunehmend schwindelig geworden war.
Bayern reagiert vorsichtig - DFB Protokoll könnte greifen
Nach dem Spiel erklärte Sportdirektor Christoph Freund die Entscheidung: "Er hat den Ball brutal auf den Kopf bekommen. Zunächst hat er sich okay gefühlt, aber in der Pause wurde ihm schwindelig. Deshalb haben wir vorsichtshalber entschieden, dass er in der Kabine bleibt."
Trainer Vincent Kompany gab anschließend leichte Entwarnung. "Nicht schlimm, nicht schlimm", erklärte der Belgier auf Nachfrage. Gleichzeitig betonte er aber, dass man bei Kopfverletzungen kein Risiko eingehen wolle.
Fakt ist: Bei möglichen Gehirnerschütterungen gelten inzwischen strenge Vorgaben. Seit 2023 greift in der Bundesliga das sogenannte "DFL-Protokoll Kopfverletzungen." Dabei müssen Spieler unter anderem Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Benommenheit bewerten.
Ob Goretzka weitere Untersuchungen oder spezielle Tests absolvieren muss, hängt von der endgültigen Diagnose ab. Zunächst dürften für den Bayern-Star mindestens 24 bis 48 Stunden Ruhe im Vordergrund stehen.
Verpasst Goretzka seine Abschiedstour?
Die Münchner hoffen nun, dass Leon Goretzka rechtzeitig für die letzten beiden Saisonhöhepunkte fit wird. Neben dem Bundesliga-Abschluss gegen den 1. FC Köln steht vor allem noch das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart an.
Gerade im letzten Heimspiel dürfte der Mittelfeldspieler unbedingt auf dem Platz stehen wollen, denn in der Allianz Arena könnte es zur offiziellen Verabschiedung des DFB-Stars kommen. Nach acht Jahren und insgesamt 15 Titeln wird Goretzka den FC Bayern im Sommer ablösefrei verlassen, sein neuer Verein ist bislang noch offen.
Aktuell deutet jedoch vieles darauf hin, dass es sich eher um eine Vorsichtsmaßnahme handelte. Sollte keine Gehirnerschütterung diagnostiziert werden, dürfte einem Einsatz gegen Köln wohl nichts im Wege stehen. Selbst im schlimmsten Fall sollte Goretzka zumindest für das Pokalfinale wieder fit sein.
