Ache von Effzeh-Juwel überholt? Kwasniok mit brisanter Andeutung

Ragnar Ache tut sich seit seiner Ankunft in Köln schwer. Wird der Stürmer zum Jahresstart von einem bis dato völlig unbekannten Talent ersetzt?
Ragnar Ache traf in der Hinrunde erst zweimal
Ragnar Ache traf in der Hinrunde erst zweimal / Pau Barrena/GettyImages
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Sein erstes halbes Jahr beim 1. FC Köln hat sich Ragnar Ache sicher ganz anders vorgestellt. Der Stürmer kam im Sommer mit hohen Erwartungen aus Kaiserslautern zum Bundesliga-Aufsteiger, konnte dort bislang aber noch nicht richtig Fuß fassen.

Wettbewerbsübergreifend stand Ache erst in fünf seiner 15 Einsätze in der Kölner Startelf, obwohl er der einzige nominelle Mittelstürmer im Kader ist. In der Spitze setzte Trainer Lukas Kwasniok häufig lieber auf Marius Bülter oder Said El Mala, die meist mehr Torgefahr ausstrahlten als Ache. Der 27-Jährige steht zum Jahreswechsel erst bei einem Bundesliga-Tor, hinzu kommt ein weiterer Treffer im DFB-Pokal gegen die Bayern.

Ache bei Generalprobe außen vor - Kwasniok setzt lieber auf Sturm-Juwel

Ache muss um seinen Stammplatz kämpfen, doch es sieht aus, dass er diesen nun erst einmal wieder verloren hat. Beim Testspiel gegen den FC Lugano am Montag (2:1) bot Kwasniok von der ersten Minute an eine Elf auf, die auch am Samstag beim Bundesliga-Restart in Heidenheim (15:30 Uhr) auflaufen dürfte. "Eine Tendenz war schon vorhanden. Die Jungs, die in der ersten Halbzeit gespielt haben, sind in meiner Gedankenwelt ein Stück weiter vorne", bestätigte der 44-Jährige Trainer gegenüber dem kicker.

Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok erwartet von Ragnar Ache deutlich mehr
Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok erwartet von Ragnar Ache deutlich mehr / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Ache war kein Teil dieser Startelf, was angesichts seiner Leistungen in der Hinrunde zwar keine große Überraschung war. Es hatten aber wohl nur die wenigsten damit gerechnet, dass Kwasniok sogar lieber auf ein bislang wenig bekanntes Talent setzt. Gegen den Schweizer Erstligisten durfte Fynn Schenten, der sonst für die U19-Auswahl der Geißböcke spielt, erstmals für die Profis ran.

"Er bringt ein anderes Element mit, körperliche Wucht. Er hat sehr viel Tempo, einen sehr guten Abschluss und immer Tiefgang. Das hat bei uns kein Neuner."

Lukas Kwasniok über Fynn Schenten

"Ich wollte mir ihn hier anschauen und das hat er hier unter Beweis gestellt. Wir haben einen guten Jungen in der Nachwuchsabteilung. Er bringt ein anderes Element mit, körperliche Wucht. Er hat sehr viel Tempo, einen sehr guten Abschluss und immer Tiefgang. Das hat bei uns kein Neuner", schwärmte Kwasniok den Youngster in höchsten Tönen. Worte, die insbesondere bei Ache nicht gut ankommen dürften.

Zwar soll Ache im Winter nicht verkauft werden, da der Effzeh dann einen Ersatz bräuchte. Mit einem Einsatz gegen Heidenheim von Beginn an sollte der gebürtige Frankfurter aber besser nicht rechnen. "Wenn ich das Gefühl habe, ich könnte jemanden reinwerfen, dann werde ich das tun. Ob das der Fall ist, kann ich noch nicht beantworten. Wir haben viele gute Spieler in der Offensive", sagte Kwasniok über ein mögliches Bundesliga-Debüt von Schenten, der es gegen Lugano "gut gemacht" habe.


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