Abwehr-Sorgen beim BVB nehmen zu: So lange fällt Mane aus
Von Franz Krafczyk

Ausfälle in der Defensive kann der BVB derzeit am wenigsten gebrauchen. Nachdem Aaron Anselmino kürzlich vom FC Chelsea per Leih-Abbruch zurückbeordert wurde, wird den Dortmundern in den kommenden Wochen noch ein weiterer Innenverteidiger fehlen.
Beim 3:2-Heimerfolg gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag hat sich Filippo Mane verletzt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brach der 20-jährige Italiener ein Laufduell mit Mathias Honsak ab, das zum zwischenzeitlichen 1:1 führte. Mane griff sich mit schmerzverzerrten Gesicht an den hinteren linken Oberschenkel und wurde zur Halbzeit für Niklas Süle ausgewechselt.
Mane fällt 4-6 Wochen aus - auch Can mit Problemen
Nachdem Sportdirektor Sebastian Kehl bereits angedeutet hatte, dass es Mane schlimmer erwischte, bestätigte Niko Kovac nun, dass Mane länger raus ist: Laut dem BVB-Coach muss der Youngster vier bis sechs Wochen pausieren!
Extrem bitter für Mane, bei dem ursprünglich eine Leihe im Winter angedacht war, um ihm in der Rückrunde mehr Spielpraxis zu ermöglichen. Nach dem plötzlichen Anselmino-Abschied hätte er diese wohl auch beim BVB bekommen. Sowohl in der Champions League gegen Inter Mailand (0:2) als auch gegen Heidenheim stand das Talent in der Startelf. Doch bei diesen beiden Einsätzen wird es bei Mane vorerst auch bleiben.
Neben dem Mane-Ausfall gibt es auch neue Sorgen um Emre Can. Der Kapitän, der seit dem letzten Sommer quasi nie richtig fit war, wird erneut von Adduktorenproblemen zurückgeworfen, wie Kovac verriet. Offen, wie lange Can nun pausieren muss.
Weiter genügend Abwehr-Optionen? BVB verzichtet auf Last-Minute-Transfer
Für die Dreierkette stehen Trainer Niko Kovac somit nur noch vier Spieler zur Verfügung: Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Ramy Bensebaini und Niklas Süle. Die Verantwortlichen sahen jedoch am Deadline Day auf dem Transfermarkt keinen Handlungsbedarf.
Klar ist aber auch, dass es von nun an niemanden mehr erwischen sollte. Durch die Playoffs in der Königsklasse, in denen die Dortmunder im Februar auf Atalanta Bergamo treffen werden, wird die Belastung in den kommenden Wochen zusätzlich erhöht.
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