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Abschied im Sommer? Gladbach-Star lässt aufhorchen

Steht für Flügelflitzer Franck Honorat im Sommer eine Luftveränderung an?
Franck Honorat (mi.) ist einer der wichtigsten Gladbacher Offensivspieler
Franck Honorat (mi.) ist einer der wichtigsten Gladbacher Offensivspieler | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

So ganz ist Borussia Mönchengladbach dem Abstiegsstrudel noch immer nicht entkommen. Zwar stehen die Fohlen nach dem letztwöchigen Sieg gegen den FC St. Pauli auf Platz zwölf, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt jedoch nur vier Punkte.

Ausgerechnet der große Rivale 1. FC Köln könnte die Gladbacher am Wochenende also wieder zurück in den Abstiegssumpf ziehen. Die Borussia auf der anderen Seite will ihr Polster weiter vergrößern. Dabei soll vor allem Franck Honorat helfen.

Der Franzose ist einer der Schlüsselspieler in der Gladbacher Offensive und vor allem in Kombination mit Stoßstürmer Haris Tabakovic ein für Gladbach eigentlich unersetzbares Duo. Doch nach der Saison könnten die Karten neu gemischt werden.

Europa-Träume contra Abstiegskampf

"Wenn ich drei Monate lang alles gebe und ein Verein aus der Champions League oder der Europa League anklopft – warum nicht? Es wäre ein Traum für mich, im Europapokal zu spielen."
Franck Honorat (Foot Mercato)

Denn Honorat kokettiert mit einem Wechsel zu einem Klub, der international vertreten ist. "Man weiß ja nie, was die Zukunft bringt. Ich habe meine Zeit hier verbracht, habe so ziemlich alles gesehen. Wenn ich drei Monate lang alles gebe und ein Verein aus der Champions League oder der Europa League anklopft – warum nicht? Es wäre ein Traum für mich, im Europapokal zu spielen", sagte er im Interview mit Foot Mercato.

Durch aus überraschende Aussagen, schließlich hatte Honorat erst im letzten Sommer seinen Vertrag langfristig bis 2029 verlängert – und das trotz anderer Angebote. "Es war die Belohnung für meine zwei guten ersten Jahre. Ich habe mich dort wohlgefühlt, und alle – sowohl der Verein als auch ich – haben von der Vertragsverlängerung profitiert", erklärt der 29-Jährige.

Ein zweiter Fall Reitz?

Doch der ausbleibende sportliche Erfolg könnte jetzt für ein schnelles Ende der Liason sorgen. Um den Klassenerhalt zu kämpfen entspricht nicht Honorats Zielen und Vorstellungen. "Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, dann erstmal durchatmen und abwarten, was nächstes Jahr passiert", sagt Honorat und zieht zudem ein durchwachsenes Fazit seiner bisherigen drei Gladbach-Jahre: "In den ersten beiden Jahren war es nicht wirklich gut, aber es war in Ordnung. Dieses Jahr wird es knapp, ich glaube wirklich, dass das Ziel einfach nur der Klassenerhalt ist."

Sportdirektor Rouven Schröder wird sich also ins Zeug legen müssen, wenn er nach Rocco Reitz nicht auch noch einen zweiten Schlüsselspieler verlieren will. Positiv ist dabei immerhin die Tatsache, dass Honorat über keine Ausstiegsklausel verfügt. Die Fohlen sitzen im Zweifel also am längeren Hebel.

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