Absage für den BVB: So teuer wäre das Bobb-Paket geworden
Von Leonard Schmidt

Mit Oscar Bobb hatte der BVB ein äußerst spannendes Transferziel ins Auge gefasst. Der 22-Jährige bringt trotz seines jungen Alters bereits Erfahrung aus der Premier League und der Champions League mit Manchester City mit.
Demnach bemühte sich Borussia Dortmund darum, das Offensiv-Talent auf Leihbasis in die Bundesliga zu holen. Für den Klub aus Manchester kam dieses Modell jedoch offenbar nicht infrage. Stattdessen steht Bobb unmittelbar vor einem festen Wechsel innerhalb der Premier League zum FC Fulham.
So viel kostet das Bobb-Paket
Die finanzielle Hürde, die Manchester City für sein Talent aufgerufen hat, war Fulham bereit zu überwinden. Laut Fabrizio Romano beläuft sich die Ablöse auf 27 Millionen Pfund (ca. 31 Millionen Euro). Hinzu kommt eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent sowie ein Vorkaufsrecht für die Citizens bei zukünftigen Angeboten. Ein happiges Paket.
Beim BVB war das Interesse am Norweger durchaus groß. Seine Erfahrung auf höchstem Niveau und sein enormes Potenzial hätten ihn zu einer wertvollen Unterstützung für die Offensive machen können. Bobb selbst sucht weiterhin nach konstanten Einsatzzeiten, weshalb ein Leihgeschäft für alle Beteiligten als sinnvolle Lösung gegolten hätte.
Hätte der BVB einen Transfer anpeilen sollen?
Aus Dortmunder Sicht dürfte die Entscheidung durchaus enttäuschend sein. Mit Blick auf die finanziellen Rahmenbedingungen wäre eine Leihe allerdings die einzig wirklich sinnvolle Option für den BVB gewesen.
Zwar zählt Bobb zu den aufregenden Offensiv-Talenten der Premier League, in der laufenden Saison stehen jedoch lediglich 467 Liga-Minuten und eine Vorlage zu Buche. Eine Ablösesumme von 27 Millionen Pfund plus weiterer Zusatzklauseln hätte für den BVB ein erhebliches Risiko bedeutet. Wäre Bobb in Deutschland nicht eingeschlagen, hätten die finanziellen Folgen schwer gewogen.
Grundsätzlich sind Verpflichtungen oder Leihen junger Spieler aus der Premier League mit hohen Kosten und entsprechenden Risiken verbunden. Vergleichbare Profile mit mehr Spielpraxis lassen sich oft auch in kleineren Ligen und für weniger Geld finden. Sollte der BVB in diesem Winter noch offensive Verstärkung planen, müssten daher andere Optionen in den Fokus rücken.
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