Beim 1. FC Nürnberg sollte Mickael Biron in dieser Saison eigentlich eine tragende Rolle in der Offensive einnehmen. Gut zehn Monate nach seiner Ankunft aus der zweiten belgischen Liga steht jedoch fest, dass dieser Plan krachend gescheitert ist. Der 28-jährige Angreifer bringt es auf gerade einmal zwölf Ligaspiele – seit Anfang November stand er mickrige 46 Minuten auf dem Rasen.
Nun wird das unglückliche Kapitel jedoch geschlossen. Laut dem belgischen Transfer-Insider Sacha Tavolieri verlässt der Stürmer die Franken und schließt sich Batman Petrolspor an. Der Club hat sich mit dem frischgebackenen Aufsteiger in die zweite türkische Liga auf ein Leihgeschäft geeinigt, das zudem eine anschließende Kaufoption beinhaltet.
Kloses deutliches Urteil und der schnelle Abgang
Wie tief der Graben zwischen dem Angreifer und dem Trainerteam zuletzt war, zeigte sich bereits im März. Gegenüber der Bild kommentierte FCN-Coach Miroslav Klose eine der seltenen guten Trainingsleistungen des Stürmers vielsagend: "Es war ein ordentliches Training, das schon. Aber da müssen jetzt auch noch andere Trainingseinheiten folgen. Für mich ist das jetzt so wie eine Eintagsfliege."
Seit dieser sehr deutlichen Ansage schaffte es Biron in keinem einzigen Spiel mehr in das Nürnberger Aufgebot, weshalb der sich nun anbahnende Wechsel in die Türkei für beide Seiten die ersehnte Erlösung bringen würde.
Eine teure Lehre für die Zukunft
Dass ein Transfer mal nicht wie erhofft zündet, ist im Fußballgeschäft völlig normal. Für die klammen Nürnberger war die Personalie Biron aber besonders schmerzhaft. Laut Tavolieri lag allein die Ablösesumme im vergangenen Sommer bei stolzen 800.000 Euro. Hinzu kam ein üppiges Gehalt: Nach Bild-Informationen soll Biron beim FCN monatlich etwa 40.000 Euro brutto kassiert haben.
Für die Nürnberger Verantwortlichen ist diese wirkungslose Investition eine teure Lehre. Auch wenn der FCN den Stürmer durch die Leihe zu Batman Petrolspor nun vorerst von der Gehaltsliste streichen konnte und auf eine feste Verpflichtung durch die Kaufoption hoffen darf, dürfte der finanzielle Verlust beträchtlich sein. Intern wurde daher bereits die Marschroute ausgegeben, bei künftigen Verpflichtungen in dieser Größenordnung noch genauer auf die Charakter- und Mentalitätsebene der Spieler zu schauen. Die nackten Daten, die Biron aus Belgien mitbrachte, sahen zwar vielversprechend aus – auf den deutschen Zweitliga-Rasen konnte er sie jedoch zu keinem Zeitpunkt übertragen.
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