Borussia Mönchengladbach braucht Geld – sehr viel Geld. Den Fohlen wurde vom Aufsichtsrat ein rigoroser Sparplan vorgelegt, den Sportdirektor Rouven Schröder einhalten muss. Gleichzeitig soll er die größten Talente für möglichst viel Geld verkaufen.
Rocco Reitz ist schon weg. Der Vize-Kapitän wechselt für rund 20 Millionen Euro zu RB Leipzig. Ein Großteil dieser Summe fließt dabei in die Infrastruktur oder ist für die Schuldentilgung vorgesehen. Klar ist aber auch: Es braucht weitere Einnahmen, auch in Hinblick auf mögliche Neuverpflichtungen.
Boteli trumpft auf
Und hier könnte ein Youngster zur unerwarteten Millionen-Einnahme werden. Denn vor der Saison verlieh Gladbach seinen Nachwuchs-Stürmer Winsley Boteli in die Schweiz zum FC Sion. Dieser trumpfte dort mit acht Toren in 34 Spielen auf und brauchte dabei nur 76 Minuten pro Treffer – Spitzenwert in der Schweizer Liga. 32 Mal wurde er dabei als Joker eingesetzt, was die Quote noch eindrucksvoller macht.
Auch dank Botelis Toren schloss Sion die Liga auf einem starken vierten Platz ab. Sollte jetzt der FC St. Gallen den Schweizer Pokal gewinnen, würde Sion automatisch in die zweite Runde der Qualifikation für die Conference League rutschen – und hätte so ganz andere finanzielle Möglichkeiten.
Denn bisher schien es utopisch, dass Sion die Kaufoption für Boteli in Höhe von 3,5 Millionen Euro ziehen könnte. Bei einer Qualifikation für Europa, sähe das Ganze jedoch anders aus.
Europaweit begehrt
Gladbach ist aber nicht abhängig davon, denn Boteli hat durch seine starke Saison Klubs in ganz Europa auf sich aufmerksam gemacht – dazu gehört laut der Bild auch der FC Brügge.
Dort geht aktuell noch Nicolo Tresoldi auf Torejagd, der deutsche U21-Nationalspieler wird jedoch intensiv mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Angesichts von einer Ablöse von rund 30 Millionen Euro hätten die Belgier das nötige Kleingeld für einen Boteli-Transfer.
Zwar spricht auch nichts dagegen, dass der 19-Jährige in der neuen Saison Teil der Borussia bleibt, doch das Sturmzentrum ist mit Tim Kleindienst, Shuto Machino und dem vermutlichen Leih-Rückkehrer Tomas Cvancara ziemlich voll besetzt. Daher wird Gladbach wohl lieber die überraschenden Millionen für ihr Top-Talent mitnehmen.
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