Borussia Dortmund lässt nach dem bitteren Scheitern im wochenlangen Poker um Said El Mala vom 1. FC Köln keine Zeit verstreichen. Die Verantwortlichen des Vizemeisters haben blitzschnell reagiert und präsentieren nun wohl die erhoffte Top-Lösung für die offensive Außen- und Kreativzentrale.
Wie das renommierte griechische Sportportal Gazzetta am Sonntagmorgen exklusiv vermeldete, steht der Wechsel von Giannis Konstantelias zu den Westfalen unmittelbar bevor. Der 23-jährige Offensiv-Star von PAOK Saloniki bestieg am Morgen einen Privatjet und soll nach einer kurzen Verzögerung wegen finaler Detailverhandlungen bereits in Dortmund gelandet sein.
David Blacha, die rechte Hand von BVB-Sportdirektor Ole Book, hatte den griechischen Nationalspieler bereits am Donnerstag im Qualifikationsspiel zur Europa League zwischen dem RSC Anderlecht und PAOK vor Ort im Stadion beobachtet. Laut dem Fachmagazin kicker stand der technisch versierte Rechtsfuß ohnehin schon seit längerer Zeit ganz oben auf dem Dortmunder Scouting-Zettel.
Vierjahresvertrag und Millionen-Ablöse
Im Ruhrgebiet stehen für Konstantelias nun umgehend die obligatorischen medizinischen Untersuchungen an. Verläuft der Medizincheck ohne Komplikationen, wartet auf das griechische Offensiv-Juwel ein unterschriftsreifer Vierjahresvertrag bis zum Sommer 2030.
Finanziell greift der BVB für seinen neuen Hoffnungsträger tief in die Tasche, bleibt aber deutlich unter den vom 1. FC Köln geforderten 50 Millionen Euro für El Mala.
Nach Informationen von Der Westen überweisen die Dortmunder eine Gesamtablösesumme von knapp 30 Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen an den griechischen Traditionsklub. Das Jahresgehalt des Spielers soll bei rund 3,2 Millionen Euro netto liegen.
PAOK-Ultras fordern vergeblich Veto
Dass der Transfer nun auf die Zielgerade biegt, schmeckt den Anhängern in Griechenland überhaupt nicht. Die einflussreiche PAOK-Ultragruppe Gate 4 hatte noch am Wochenende öffentlichkeitswirksam ein Veto der Klubführung gefordert, um das Eigengewächs im Verein zu halten – ähnlich wie es ihnen vor einem Jahr bei einem fast perfekten Wechsel zum VfB Stuttgart gelungen war.
Doch durch das Verpassen der Gruppenphase in der Europa League entgehen PAOK rund sieben Millionen Euro an fest eingeplanten Einnahmen, weshalb Klub-Präsident Ivan Savvidis dem lukrativen Verkauf nun zähneknirschend zustimmen musste.
Karetsas leistet Überzeugungsarbeit
Zudem soll auch BVB-Neuzugang Konstantinos Karetsas eine entscheidende Rolle im Hintergrund gespielt haben. Der Mittelfeldspieler schwärmte seinem Nationalmannschaftskollegen in den höchsten Tönen von den ersten Wochen in Dortmund vor und gab Konstantelias damit den letzten entscheidenden Impuls für den Schritt in die Bundesliga.
