Borussia Dortmund hat den Champions-League-Auftakt erfolgreich bestritten und den FC Villarreal zuhause mit 3:2 besiegt. Für die Schwarzgelben war es der vierte Pflichtspielsieg in Folge.
Wir zeigen, welche Erkenntnisse das Duell gegen Villarreal hervorgebracht hat:
BVB zeigt große Resilienz

Resilienz ist laut Duden "psychische Widerstandskraft" und die "Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen". Genau diese Resilienz zeigt der BVB, der sich nur wenige Tage nach der kräftezehrenden Aufholjagd gegen die TSG Hoffenheim (3:2 nach 0:2) auch gegen den FC Villarreal nicht entmutigen ließ.
Die Spanier waren giftig in den Zweikämpfen, sorgte nach vorne immer wieder für Nadelstiche und standen hinten sicher. BVB-Teams der vergangenen Jahre hätten gegen solch einen Gegner wohl den Kopf verloren.
Doch das BVB-Team 2026 bleibt auch in solchen Situation gelassen und wartet weiterhin geduldig auf seine Chance. Gab es früher regelmäßig Debatten über das Dortmunder Unwort der Mentalität, kann man den Schwarzgelben mittlerweile vieles vorwerfen – aber nicht, dass es an der Mentalität mangelt. Der BVB stemmt sich gegen jegliche Widerstände und weiß diese zu meistern. Das ist natürlich nicht immer schön, aber umso erfolgreicher.
Nmecha bleibt im Formtief

Gegen HEBC Hamburg und die TSG Hoffenheim wurde Felix Nmecha jeweils zur Halbzeitpause ausgewechselt. Der Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison und auch bei der WM 2026 mit überragenden Leistungen aufgefallen war, steckt im Formtief. "Felix ist mit Sicherheit noch nicht da, wo er sein kann und wo er sein wird. [...] Er ist körperlich noch nicht auf dem Niveau, wo ich ihn gerne hätte, auf dem er sein kann und auf dem er auch schonmal war", gab Niko Kovac vor dem Villarreal-Spiel unumwunden zu.
Dieses Formtief hielt auch gegen Villarreal an. Nmecha durfte zwar 75 Minuten auf dem Feld bleiben, konnte dabei aber nur wenig Akzente setzen und war generell der unauffälligste Spieler im Zentrum. Sein Nebenmann Joey Veerman war deutlich präsenter, nachdem er schon gegen Hoffenheim maßgeblich an der Aufholjagd beteiligt war. Selbst der zuletzt viel gescholtene Marcel Sabitzer hatte mehr vielversprechende Aktionen zu verzeichnen als Nmecha.
Guirassy UND Silva in die Startelf

Mit der Einwechselung von Fabio Silva hatte Niko Kovac gegen Villarreal ein goldenes Händchen. Der Portugiese war sofort ein Aktivposten und bereitete die wichtige 2:1-Führung von Serhou Guirassy mustergültig vor. Generell hatte Silva in nur 15 Minuten gleich mehrere nennenswerte Offensivaktionen, die stets für Gefahr sorgten.
Man kann nun natürlich argumentieren, dass es sehr wertvoll ist, solche Spieler von der Bank aus bringen zu können. Aber das reicht nicht. Mit seinen bisherigen Auftritten in dieser Saison hat Silva gezeigt, dass er in die Startelf gehört. Für einen Edeljoker ist er einfach zu schade!
Das Spiel gegen Villarreal hat gezeigt, dass die Frage im Sturm auch gar nicht "Guirassy oder Silva?" lauten muss. Vielmehr können beide zusammen auflaufen, da sie sich mit ihren Fähigkeiten prima ergänzen.
Also lieber Niko: Lös die Handbremse und lass Guirassy und Silva zusammen los. Das Duo wird es dir garantiert mit vielen Toren und Vorlagen danken.
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