Die neue U21-Liga der DFL soll jungen Talenten ab der Saison 2026/27 die Möglichkeit bieten, mehr Spielpraxis gegen gleichaltrige Gegner zu sammeln. Die Teilnahme der Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga ist freiwillig, die Zusage muss jedoch bis zum 15. Juni erfolgen.
Der 1. FC Köln hätte gerne an der neu gegründeten Spielklasse teilgenommen, muss darauf aber verzichten. Das erklärte Geschäftsführer Philipp Türoff gegenüber dem Geissblog. Grund dafür ist, dass die Geißböcke nicht über genügend Plätze verfügen, auf denen ein zusätzlicher Wettbewerb ausgetragen werden könnte.
Die Kölner U21 hätte parallel zur neuen Jugendliga auch weiterhin an der Regionalliga West teilnehmen müssen. Das hätte für das Franz-Kremer-Stadion viele englische Wochen bedeutet. Zudem hätte in der Spielstätte im Kölner Grüngürtel laut DFL-Vorgabe auch andere Spiele der U21-Liga ausgetragen werden müssen, um Reisekosten zu sparen. Da Köln praktisch auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Hannover liegt, hätte beispielsweise das Duell der zweiten Mannschaften der Eintracht und der 96er in der Domstadt stattgefunden.
Geschäftsführer übt weiter Druck aus – Effzeh-Wünsche bleiben unerhört
"Wir haben ohnehin schon ein Problem mit der Anzahl unserer Fußballplätze. Jetzt kommt aber noch dazu, dass die DFL die neue U21-Liga auf den Weg gebracht hat. Da müssen wir sagen: Das können wir aktuell am Geißbockheim nicht darstellen", erklärt Türoff.
Der Geschäftsführer macht sich auch in diesem Zusammenhang für den Ausbau des Geißbockheims stark. Diesen blockt die Stadt allerdings nach wie vor ab. "Das ist ein sehr gutes Beispiel, durch das jedem klar sein muss, dass unser Ausbau kein Nice to have ist. Fakt ist: Wir können an dieser Liga der DFL nicht teilnehmen, weil wir bei den Plätzen, die uns zur Verfügung stehen, an unsere Grenzen kommen. Das ist für uns ein klarer Wettbewerbsnachteil."
Die Wünsche der Kölner Verantwortlichen, schon bald über ein größeres Trainingsgelände zu verfügen, bleiben aber weiter unerhört. Für den nächsten juristischen Rückschlag sorgte nun das Oberverwaltungsgericht Münster, welches das Urteil zu den Ausbauplänen auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Der Rechtsstreit wird sich somit weiter in die Länge ziehen.
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