Dayot Upamecano gehört inzwischen unbestritten zu den besten Innenverteidigern der Welt. Der Bayern-Star hat sich im Vergleich zur Vorsaison nochmal gesteigert und strahlt eine unglaubliche Präsenz und Zweikampfstärke aus. Nicht umsonst bescheinigte Toni Kroos dem Franzosen jüngst in seinem Podcast "ein unglaubliches Niveau".
Der Innenverteidiger gehört inzwischen neben Stars wie Harry Kane oder Michael Olise zu den Schlüsselfiguren beim FC Bayern. So schön die herausragende Entwicklung des 28-Jährigen für die Münchner ist, geht diese auch mit einer Gefahr einher.
Upamecano kann dank Ausstiegsklausel zum "Schnäppchen" werden
Zwar konnten die Bayern den Vertrag mit Upamecano nach zähen und konfliktbehafteten Verhandlungen bis 2030 verlängern, jedoch möglicherweise zu einem hohen Preis. Upamecano hat sich eine Ausstiegsklausel in den Vertrag schreiben lassen, die laut übereinstimmenden Medienberichten bei rund 65 Millionen Euro liegt und ab Sommer 2027 aktiv wird.
65 Millionen Euro klingt zwar zunächst nach einer soliden Summe, ist aber ein regelrechter Witz, wenn man bedenkt, welche Spieler heutzutage für mehr Geld wechseln.
Im Sommer 2026 waren 15 Akteure teurer als 65 Millionen Euro, darunter Spieler wie Mateus Fernandes (99 Millionen Euro), Sávio (88 Millionen Euro) Iliman Ndiaye (70 Millionen Euro) und Gabriel Martinelli (70 Millionen Euro). Derartige Akteure sind keineswegs Weltstars und kommen um Längen nicht an Upamecano heran.
Natürlich sind das alles keine Innenverteidiger. Auf dieser Position waren bislang erst sechs Spieler teurer als die vermeintliche Höhe der Upamecano-Ausstiegsklausel. Wegen der Preisexplossion der vergangenen Jahre dürfte sich das aber schnell ändern und Spieler der Klasse von Upamecano – egal auf welcher Position – reihenweise für deutlich mehr als 65 Millionen Euro transferiert werden.
Die teuersten Sommer-Transfers 2026 | Aufnehmender Verein | Ablöse |
|---|---|---|
Enzo Fernández | Manchester City | 145 Millionen Euro |
Morgan Rogers | FC Chelsea | 138 Millionen Euro |
Elliot Anderson | Manchester City | 135 Millionen Euro |
Bradley Barcola | FC Liverpool | 125 Millionen Euro |
Yan Diomande | Real Madrid | 125 Millionen Euro |
FC Bayern hat bei Upamecano die Fäden nicht in der Hand
Egal, ob Paris Saint-Germain, Real Madrid oder die Top-Klubs in England: Für all diese Vereine ist es nicht mal im Entferntesten ein Problem, 65 Millionen Euro für Upamecano aufzubringen. Für einen Spieler, der aktuell für jeden Klub eine Soforthilfe wäre. Nicht umsonst beträgt sein Marktwert bei transfermarkt.de 75 Millionen Euro.
Aufgrund der Klausel ist der FC Bayern also ausschließlich darauf angewiesen, dass Upamecano selbst nicht wechseln möchte. Seine Verlängerung war zwar ein Bekenntnis zu den Münchnern, aber eben eines mit Hintertür.
Ist die Wechselgefahr bei Upamecano real?
Doch wie wahrscheinlich ist ein Upamecano-Abschied wirklich? Ausschließen darf man im Fußball nichts, insbesondere weil die Aura von Real Madrid auch Upamecano in den Bann ziehen könnte. Stand jetzt ist aber davon auszugehen, dass Upamecano zumindest im Sommer 2027 keinen Wechsel forcieren wird.
Upamecano hat sich die Klausel eingebaut, um abgesichert zu sein, falls die Bayern den Anschluss an die europäischen Top-Klubs verlieren sollten. Dies deutet sich aber keineswegs an. Vielmehr scheinen die Chancen auf einen Champions-League-Sieg in einem Team mit Harry Kane und Michael Olise absolut in Takt zu sein.
FC Bayern hat starke Argumente für Upamecano-Verbleib
Hinzu kommt, dass sich Upamecano in München absolut wohl fühlt und das Vertrauen des Trainers und der Kollegen genießt. Der Franzose ist ein eher zurückhaltender Charakter, der die nötige Rückendeckung im Verein braucht, um seine Leistungen abrufen zu können.
Ein Wechsel wäre auch deswegen nicht sinnvoll, weil der offensive Spielstil unter Kompany Upamecano perfekt in die Karten spielt. Seine außergewöhnlichen Fertigkeiten könnte er in anderen Klubs gar nicht richtig einsetzen.
Auch was den finanziellen Aspekt betrifft, gibt es keinerlei Wechselgründe. Upamecano soll nach seiner Vertragsverlängerung mit einem Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro zum erweiterten Kreis der Top-Verdiener zählen. Lediglich Harry Kane, Jamal Musiala und Joshua Kimmich sollen im Gehälter-Ranking noch vor ihm liegen.
