Eine der aufsehenerregendsten Geschichten des vergangenen Bundesligawochenendes war sicherlich die von Robin Koch und Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt und der heftigen Klatsche der Hessen beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig. Der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt wollte beim 0:6-Debakel in Sachsen zur Halbzeit ein deutliches Zeichen setzen und nahm den Kapitän zum Pausenpfiff aus dem Team.
Hütter-Entscheidung sorgte für Wirbel
Hütter kritisierte seinen Abwehrchef nach dem Spiel für dessen Auftritt im ersten Durchgang und nahm ihn beim Stand von 0:4 zur Halbzeitpause vom Feld, wofür er nicht von allen Seiten Applaus erntete. Unter anderem Ex-Profi Stefan Effenberg empfand die Hütter-Watschn gegen Koch als groben Fehlgriff. Das machte der Sport1-Experte am Sonntag beim Doppelpass deutlich.

Seitdem wird aber auch generell debattiert, ob der Österreicher mit der Herunternahme Kochs einen Fehler gemacht und den Bogen überspannt hat. Damit hat er die Standhaftigkeit seines Mannschaftsführers durchaus auch infrage gestellt.
Koch trifft Kapitäns-Entscheidung - Bericht
Nach dem für ihn persönlich durchaus brisanten und eher deprimierenden Wochenende hat Robin Koch offenbar eine wichtige Zukunftsentscheidung mit Bezug auf das Kapitänsamt in Frankfurt getroffen. Laut Informationen der Bild will der 30-Jährige an der Kapitänsbinde festhalten, Verantwortung übernehmen und sein Amt auf keinen Fall aufgeben. Der Spieler soll davon überzeugt sein, dass er der großen Aufgabe mit der Binde am Arm gewachsen ist und zum Aufschwung der Adler-Saison beitragen kann.

Demnach wäre Koch auch keineswegs freiwillig dazu bereit, sein Amt als Kapitän an seinen Stellvertreter Jonathan Burkardt abzutreten. Sollte es von oben herab aber so entschieden werden, könnte das zu noch mehr Diskussionen führen.
Die Bild ordnet dies aber als eher unwahrscheinlich ein und auch aus einer entfernteren Sicht kann man sich gut vorstellen, dass sich Adi Hütter derzeit mit genug anderen Problemen beschäftigen muss, als sich nun noch ein weiteres selbst aufzumachen. Heißt also wohl: Koch bleibt erstmal Kapitän und muss sich mit deutlich mehr Aufmerksamkeit darin beweisen.
