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Nach Verletzungsschocks: Sollte der FC Bayern über eine Sane-Rückkehr nachdenken?

Erfordert die Verletztenmisere in München ganz kreative Lösungsansätze?
VonOliver Helbig
Leroy Sane hat eine große Bayern-Vergangenheit
Leroy Sane hat eine große Bayern-Vergangenheit | Jean Catuffe/GettyImages

Der FC Bayern München durchlebt derzeit wahrlich keine einfachen Zeiten und musste zuletzt zahlreiche aufsehenerregende und schmerzliche Personalschocks überstehen.

Neben den noch immer im Gedächtnis verankerten Zusammenbrüchen von Jamal Musiala und der dann publik gewordenen Erkrankung des Mittelfeldstars sowie dem kürzlichen Zusammenbruch von Cheftrainer Vincent Kompany bei einem Trainingsbesuch bei den Münchener Amateuren und dem Trauerfall bei Joshua Kimmich sind es auch die anhaltenden Verletzungssorgen des Rekordmeisters, die vor allem die Personaldecke in der Offensive ausdünnen und die Frage aufkommen lassen, ob die Bayern in diesem Bereich nun zu dünn für ihre ganz großen Ziele sind.

Werden die Bayern im Winter auf dem Transfermarkt aktiv?

Die Frage nach Wintertransfers stellt sich bei den Münchnern und im Speziellen bei Sportvorstand Max Eberl spätestens seit dem letzten Wochenende und dem Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund.

Serge Gnabry ist einer von namhaften Ausfällen in München
Serge Gnabry ist einer von namhaften Ausfällen in München | picture alliance/GettyImages

Neben Serge Gnabry verletzte sich am Samstagabend auch Sommer-Neuzugang Ismael Saibari und beide Offensivspieler werden wochen- bzw. monatelang nicht zur Verfügung stehen.
Um ein Haar hätte sich alles auch noch um ein Vielfaches verschlimmert, wenn Michael Olise nicht nur eine leichte Blessur davon getragen hätte. Die Sorgenfalten um den Rekordmeister sind trotzdem groß - auch weil Lennart Karl nicht zu seiner Topform findet und stattdessen regelmäßiger Kritik ausgesetzt ist.

Stellt sich also die Frage, ob die Bayern im kommenden Transferfenster etwas tun müssen, um ihre ambitionierten Ziele angemessen verfolgen zu können.

Wintertransfermarkt ist schwierig - Es braucht kreative Lösungen

Doch der Wintertransfermarkt gibt traditionell wenig her, was sinnvolle Transfers angeht. Im Falle der Münchner würde zudem nur ein Leihgeschäft richtig viel Sinn machen, da die Verletzten wieder zurückkehren werden und dann ihre Plätze wieder einnehmen.

Ismael Saibari fällt monatelang aus
Ismael Saibari fällt monatelang aus | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Bei festen Transfers im Winter bekommt man außerdem entweder überhaupt ganz schlecht einen Fuß in die Tür oder wird gnadenlos über den Tisch gezogen, weil der Gegenüber weiß, wie sehr der Schuh drückt. heißt also: Es muss ein Spieler gefunden werden, der per Leihe zu haben sein könnte, der die Qualität für den FC Bayern mit bringt und bei dem man sich auf kein allzu großes Experiment einlässt. Denn was bringt ein Winterzugang, der auch in München nicht funktioniert?

Sane-Comeback beim FC Bayern?

Und da kommt man beim gesuchten Profil wohl auch zwangsläufig auf Ex-Bayern-Star Leroy Sane, der den Klub aus der bayerischen Landeshauptstadt erst im Sommer 2025 nach fünf Jahren in Richtung Istanbul verlassen hat. Zumindest beim kreativen Blick über den Tellerrand hinaus.

Sane kommt bei Galatasaray - anders als in seiner ersten Saison am Bosporus - in der aktuellen Saison nur bedingt zum Zug und spielt keine wirkliche Rolle. Die Reservistenrolle auf der unbequemen Gala-Bank ist für den Flügelspieler mehr als frustrierend und umso mehr muss man auch bei ihm an einen Wintertransfer denken.

Wäre eine Rückholaktion von Leroy Sane eine Option?
Wäre eine Rückholaktion von Leroy Sane eine Option? | Stuart Franklin/GettyImages

Und da könnte sich auch schon die gemeinsame Schnittmenge ergeben, denn wenn die Bayern einen Spieler suchen, der die Kriterien von Leroy Sane erfüllt, und Sane einen Ausweg aus der Misere in Istanbul sucht, warum dann nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und im Winter ein Leihgeschäft bis Sommer forcieren?

Man kennt sich und wüsste, was man bekommt - aber...

Sane kennt die Bayern und die Bayern kennen Sane. Zusammen gewannen sie acht Titel- darunter vier deutsche Meisterschaften.

Sind solche gemeinsamen Feierbilder zwischen Leroy Sane und Vincent Kompany noch realistisch vorstellbar?
Sind solche gemeinsamen Feierbilder zwischen Leroy Sane und Vincent Kompany noch realistisch vorstellbar? | MICHAELA STACHE/GettyImages

Auch Cheftrainer Vincent Kompany weiß, was er vom 80-fachen deutschen Nationalspieler (18 Tore) erwarten kann und wie er ihn zu handhaben hat. Der 30-jährige Offensivspieler kennt die Abläufe und einen Großteil des Teams und Klubs. Er würde quasi nach Hause kommen und sich sicherlich schnell zurechtfinden.

Diese Idee ist natürlich strittig und dürfte bei so manchem Bayern-Fan für Schnappatmung sorgen – insbesondere bei denen, die heilfroh waren, als Sané den Verein verlassen hat. Doch ehrlicherweise macht Not erfinderisch und die Möglichkeiten für einen sinnvollen Deal im Winter sind begrenzt – auch für den FC Bayern. Manchmal ist eben der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach. Darüber nachdenken ist ja erlaubt.

Sane-Rückkehr wäre eine riesen Überraschung

Die Frage ist nur, wie viel Bayern-Niveau in Sane wirklich noch steckt und was Kompany aus dem kriselnden Ex-Münchner noch rausholen könnte, sollte es tatsächlich zu einer derartigen und kurzzeitigen Rückkehr kommen. Es wäre ein Deal, der zumindest jede Menge Brisanz auf sich ziehen würde. Stand jetzt eher unwahrscheinlich, dass es am Ende wirklich dazu kommt - aber im Fußball weiß man ja nie und darüber nachdenken schadet ja grundsätzlich erstmal nicht.


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