Nach dem 2:2 im Heim-Klassiker gegen den BVB steht der FC Bayern weiterhin punktgleich mit den Schwarzgelben an der Tabellenspitze. Alles in bester Ordnung ist in München deshalb aber nicht. Vor allem die stark angespannte Personalsituation macht dem Rekordmeister derzeit zu schaffen.
Gleich sieben Spieler aus dem Profikader sind verletzt, angeschlagen oder arbeiten noch am Comeback. Beim Remis gegen Dortmund kam mit Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise ein Trio hinzu, das die Lage in der Offensive weiter verschärft. Schließlich wird auch Luis Diaz noch eine Weile fehlen.
Am heftigsten erwischt hatte es Neuzugang Saibari, der bereits am Sprunggelenk operiert wurde und mehrere Monate fehlen wird. Bei Gnabry ist es erneut eine Muskelverletzung, die den Routinier zu einer mehrwöchigen Pause zwingen wird. Bei Olise ist immerhin noch die Hoffnung da, dass es beim Franzosen halb so wild ist und er schnell wieder auf dem Platz stehen kann.
Diese Bayern-Profis sind aktuell verletzt oder angeschlagen
Spieler | Verletzung |
|---|---|
Manuel Neuer | Fußverletzung |
Michael Olise | ? |
Serge Gnabry | Oberschenkelverletzung |
Jamal Musiala | Reha nach Muskelfaserriss |
Luis Diaz | Muskelbündelriss |
Ismael Saibari | Syndesmosebandriss |
Bara Sapoko Ndiaye | Blinddarmoperation |
Michael Olise verlässt humpelnd die Allianz Arena. #FCBBVB @SkySportDE pic.twitter.com/V6iiDh0cUz
— Kerry Hau (@kerry_hau) October 31, 2026
Muss der FC Bayern im Januar umdenken?
Weil mit Saibari, Diaz und Gnabry drei Offensiv-Stars noch etwas länger fehlen werden und man bei Musiala aufgrund der letzten verletzungsgeplagten Monate Vorsicht walten lassen muss, stellt sich die Frage, ob die Bayern ihre Transfer-Strategie für den anstehenden Januar ändern.
Eigentlich hatten Max Eberl und Co. betont, dass man im Winter nicht nachlegen möchte und den Kader bestens aufgestellt sieht.
Bis zur Winterpause ist der Spielplan aber derart eng getaktet und die Personaldecke zunächst so dünn, dass weitere Verletzungen drohen, wenn einige Offensiv-Stars praktisch durchspielen müssen. Bräuchte es im Januar also doch einen Neuzugang?
"Ich glaube, man sollte nicht zu früh über solche Themen sprechen."Dreesen über Winter-Transfers (Sky)
Dreesen glaubt nicht an Winter-Transfers
Ganz so kritisch sieht Jan-Christian Dreesen die Situation aber dennoch nicht: "Nein, ich glaube nicht", meinte er auf die Frage, ob Winter-Transfers nun doch angedacht sind.
"Lucho [Diaz] fällt vier bis sechs Wochen aus. Er ist auf einem guten Weg und wieder im Lauftraining. Jamal wird zurückkommen. Wir müssen jetzt auch mal sehen, was Olise tatsächlich hat, das ist schwer zu sagen. Ich glaube, man sollte nicht zu früh über solche Themen [Wintertransfers] sprechen", so der Bayern-CEO gegenüber Sky.
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Geld für weitere Kader-Verstärkungen wäre an der Säbener Straße vorhanden. Durch den Anteil-Verkauf an Viessmann kamen 250 Millionen Euro aufs Festgeldkonto. Das Geld soll aber vor allem in Infrastruktur und die Zukunft des Klubs gesteckt werden.
Dennoch bleibt festzuhalten, dass man schon im vergangenen Sommer keinen Backup für Diaz als Linksaußen holte. Laut Bild wird das im kommenden Winter aber trotz der aktuellen Lage so bleiben. Demnach sind weiter keine Januar-Transfers angedacht.
Auch, weil der Markt dann besonders schwierig ist und echte Verstärkungen zu angemessenen Preisen nur sehr selten verfügbar sind. Stattdessen sei es bei den Bayern-Bossen der klare Plan, im Sommer 2027 "mindestens einen teureren Offensiv-Transfer" nach München zu holen, heißt es von der Bild.
