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Nach Krösche-Aus: Eintracht setzt auf neue Transferstrategie

Nach dem Aus von Markus Krösche bricht bei Eintracht Frankfurt eine neue Zeitrechnung an. Auch die Strategie auf dem Transfermarkt soll sich ändern.
VonFranz Krafczyk
Axel Hellmann übernimmt interimsweise den Posten von Markus Krösche
Axel Hellmann übernimmt interimsweise den Posten von Markus Krösche | picture alliance/GettyImages

Rund 24 Stunden nachdem das Aus von Markus Krösche bekannt wurde, durfte sich der langjährige Sportvorstand von Eintracht Frankfurt auf der noch einmal vor den eigenen Fans verabschieden. Auf der Mitgliederversammlung am Montagabend wurde der 46-Jährige emotional. Doch kurze Zeit später dürfte sich der Blick beider Seiten wieder nach vorne richten.

Während Krösche vor einem Engagement bei der AC Mailand stehen soll, sucht die Eintracht bereits nach einem Nachfolger, der die Entscheidungen auf dem Transfermarkt treffen soll. Interimsweise übernimmt Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann die Aufgaben des Sportvorstandes.

Fokus auf eigene Talente: Eintracht will "Abhängigkeit von Transfererlösen reduzieren"

Wer auch immer künftig den Posten von Krösche einnimmt, der wird sich einer neuen Strategie unterordnen müssen. "Eine Erkenntnis sollte sein: Wir müssen unsere Abhängigkeit von Transfererlösen systematisch reduzieren", erklärte Hellmann auf der Mitgliedersammlung.

Sprich: Das Modell, Spieler mit viel Potenzial zu verpflichten und dann mit großem Gewinn weiterzuverkaufen, soll nun eher der Vergangenheit angehören. Zwar sorgten in den vergangenen Jahren Spieler wie Omar Marmoush, Hugo Ekitike oder Randal Kolo Muani für große Transfererlöse, doch im vergangenen Sommer ging diese Strategie nicht mehr auf.

Da englische Klubs inzwischen lieber das große Geld innerhalb der eigenen Liga ausgeben, hatte die Eintracht große Schwierigkeiten, Spieler wie Hugo Larsson oder Jean-Matteo Bahoya loszuwerden. Erst am Deadline Day konnte die SGE die beiden Profis per Leihe mit anschließender Kaufvereinbarung auf die Insel schicken.

"Vor fünf bis sechs Jahren haben wir als Auftrag mitgenommen, dass wir bewusst die Entwicklung von Spielern auf dem Platz vorantreiben wollen, um wirtschaftliche Fortschritte zu machen. Dazu haben wir internationale Märkte wie die Premier League genutzt, um ein anderes Niveau zu erreichen und erfolgreich zu sein. Dieser Weg hat mit den Besonderheiten in diesem Transfersommer nicht so funktioniert", stellte Hellmann ernüchtert fest.

Daher wolle man von nun an mehr "vor der eigenen Haustür kehren", also Talente aus dem eigenen Nachwuchs fördern und in der Rhein-Main-Region scouten. Dadurch könnte die Eintracht perspektivisch auch wieder mehr Identifikation im Kader schaffen.


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