Harry Kane ist beim FC Bayern nicht nur ein Goalgetter, sondern auch ein Mann für Zauberpässe und ein mannschaftsdienlicher Kämpfer, der sich für keinen Zweikampf zu schade ist. Dementsprechend taucht der Engländer überall auf dem Platz auf. Was aber viel wichtiger ist: Die Aktionen von Kane haben Hand und Fuß und erzielen eine Wirkung, egal wo er seine Fußspuren hinterlässt. Kane macht den FC Bayern in allen Belangen besser.
Umso kurioser ist es, dass der enorme Aktionsradius, der für das Team so enorm wertvoll ist, immer wieder kritisiert wird.
Kane-Rolle beim FC Bayern: Klopp und Hamann äußern sich kritisch
Selbst Jürgen Klopp schaltete sich in die eigentlich total unsinnige Debatte ein. "Sie haben gerade gesagt: 'Harry Kane ist heute überall.' Das finde ich mit Ball völlig in Ordnung. Aber wenn ich Harry Kane in der letzten Linie stehen sehe und zwar nicht im tiefen Block, sondern im Mittelfeldpressing, dann...", brach Klopp zunächst ab und schob dann hinterher, noch nicht hinter die Idee gestiegen zu sein.
Didi Hamann ging derweil noch weiter. "Die Frage ist: Kannst du den nötigen Druck auf die gegnerische Defensive erzeugen, wenn du einen Stürmer hast, der sich größtenteils im Mittelfeld und in der Abwehr aufhält?", monierte der Experte und kam zu dem Ergebnis, dass das vielleicht für die Bundesliga reiche, aber international wohl nicht.
Diese Aussage tätigte der Ex-Bayern-Profi im Übrigen nach Kanes abermals überragendem Auftritt gegen den FC Arsenal, bei dem er einmal mehr all seine Fähigkeiten zur Schau gestellt hatte. Wo passt das zusammen?
FC Bayern: Die Debatte um Kane ist überhaupt nicht nachvollziehbar
Da stellt sich automatisch die Frage: Wann hört dieser Irrsinn endlich auf? Wie kann es sein, dass die Rolle eines Spielers kritisiert wird, der zu Recht als Top-Anwärter auf den Ballon d‘Or gilt. Für diese wahnsinnige Debatte gibt es überhaupt keinen Ansatzpunkt.
Kane hat in der vergangenen Saison 61 Pflichtspieltore erzielt. Ein klarer Beweis, dass er trotz des Mehraufwands gemeinsam mit Kylian Mbappé der torgefährlichste Angreifer der Welt ist und nichts von seinen Goalgetter-Fähigkeiten verloren hat.
Noch dazu stellten die Bayern das Team, welches in der letzten Bundesliga-Saison 122 Tore (Rekordwert) und 43 Champions-League-Tore (Platz zwei hinter PSG) erzielt hat. Also in welcher Welt soll das international nicht reichen?
Kompany hat Kane zur ultimativen Waffe entwickelt
Derartige Statistiken sind überragend und vor allem der Verdienst von Harry Kane. Nur ein Genie kann so viel Tore erzielen und dabei gleichermaßen seine anderen Stärken noch gewinnbringend einsetzen. Und Kane ist ein solches Genie.
Wo sind wir gelandet, dass wir solche Ausnahme-Fähigkeiten plötzlich in Abrede stellen oder gar darüber meckern? Dies wird weder Kane selbst noch Vincent Kompany gerecht, der mit seinen Anweisungen den Stürmer-Star zur ultimativen Waffe entwickelt hat.
Niemand würde sich beschweren, wenn sein Auto nicht nur auf der Straße, sondern auch über Wasser fahren und fliegen könnte. Jede Stärke und jede Fähigkeit sollte auch als solche verstanden werden.
In der Bayern-Offensive profitieren alle voneinander
Der Engländer ist Teil einer Offensive, die eine perfekte Symbiose bildet. Läuft die Maschinerie rund, profitiert beim FC Bayern jeder von jedem. Genau das macht das Team so unberechenbar. Ist es einmal Luis Diaz, der für Kane auflegt, liefert in anderen Szenen der Engländer die perfekte Vorarbeit für den Kolumbianer.
Exakt diese Kunst unterscheidet die Bayern von anderen Teams, die alles auf einen Zielspieler ausrichten. Bei den Roten kann jeder als Torschütze und als Assistgeber in Erscheinung treten.
Der FC Bayern benötigt Kane in der Defensivbewegung
Hinzu kommt, dass der FC Bayern einen Spielstil prägt, bei dem jeder Spieler gegen den Ball arbeiten muss, damit die hoch stehende Abwehr zumindest ein wenig entlastet wird. So profitieren nicht nur die Offensivspieler voneinander, sondern auch ein Upamecano von Kane und andersherum. Für den FC Bayern ist es ein Segen, dass Kane nicht nur diese Arbeit macht, sondern auch noch extrem gut verrichtet.
Warum also immer wieder diese Kritik und das Unverständnis darüber, wie Kane bei den Münchnern agiert? Kane ist, so wie er ist, perfekt für den FC Bayern. Es ist höchste Zeit, dass das auch der letzte meckernde Experte versteht und würdigt. Man kann nur hoffen, dass der derzeit beste Spieler der Welt bei der Ballon d‘Or-Vergabe auch seine verdiente Ehrung bekommt.
Ob das dann alle Kritiker zum Schweigen bringen würde? Man darf es bezweifeln, zumal manche immer etwas zu Meckern finden. Wichtig ist nur, dass beim FC Bayern alle wissen, was ein riesiger Glücksfall der Spieler Harry Kane in seiner aktuellen Rolle ist.
