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Klopp-Kritik an Bayern-Taktik: Kompany reagiert deutlich

Der Bundestrainer war Star-Gast des CL-Krachers gegen Arsenal und kritisierte die Taktik des FC Bayern. Kompany fand im Anschluss wenige, aber vielsagende Worte.
VonOliver Helbig
Bundestrainer Jürgen Klopp war Star-Gast beim CL-Spiel zwischen dem FC Bayern und Arsenal
Bundestrainer Jürgen Klopp war Star-Gast beim CL-Spiel zwischen dem FC Bayern und Arsenal | picture alliance/GettyImages

Das Champions League-Duell zwischen dem FC Bayern München und dem FC Arsenal (2:2) zog am Mittwochabend wieder zahlreiche Fußballfans in die Münchner Allianz Arena - darunter auch recht bekannte Gesichter und namhafte Gäste. Einer der bekanntesten Zuschauer des Königsklassen-Krachers war dabei auch Bundestrainer Jürgen Klopp.

Der Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft verließ seinen Tribünenplatz allerdings auch, um sich beim übertragenden Sender DAZN zum Spielgeschehen zu äußern. In diesem Zuge wunderte sich Klopp auch über die Bayern-Taktik, mit der die Münchner Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany ins Spiel geschickt wurde.

Klopp wundert sich über defensive Herangehensweise

Moderator Daniel Herzog fragte Klopp in der Halbzeitpause: "Wie schaut eigentlich der Bundestrainer jetzt so ein Fußballspiel? Können Sie das noch genießen?" Und der Bundestrainer reagierte durchaus aufsehenerregend.

Auf die ihm gestellte Frage erklärte Klopp zunächst, dass er Spiele durch die Trainerbrille und schon lange nicht mehr einfach so als Fan verfolge. Doch dann konnte sich Klopp eine kleine Spitze in Richtung des Rekordmeisters nicht verkneifen.

"Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht [...] ich bin nicht der Papst des Fußballs. Alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch noch nicht."
Jürgen Klopp
Jürgen Klopp bei DAZN-Moderator Herzog und Experte Michael Ballack
Jürgen Klopp bei DAZN-Moderator Herzog und Experte Michael Ballack | picture alliance/GettyImages

"Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht", sagte der Bundestrainer und ging damit in gewisser Weise auch die Arbeit von Bayern-Coach Kompany an. Offenbar war ein Stein des Anstoßes, auf welcher Höhe Sturm-Star Harry Kane verteidigte und welche Pressinglinie der Engländer damit setzte.

Als Beispiel für seine Verwunderung nutzte Klopp das 0:1 durch Arsenal-Star Eze. "Einer hebt das Abseits auf, aber vorher ist kein Druck auf dem Ball. Und das fehlt mir dann", so Klopp. Moderator Herzog antwortete er zudem: "Sie haben gesagt: Harry Kane ist heute überall. Das finde ich mit Ball absolut in Ordnung. Aber gegen den Ball?"

Klopp versuchte etwas zu relativieren, doch unterstrich seine Verwunderung über die defensive Herangehensweise der Münchner. "Und nochmal, ich bin nicht der Papst des Fußballs. Alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch noch nicht", so der Bundestrainer.

Klopp-Kritik: Kompany reagiert kurz und knapp

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel Kompany dann auf genau diese Kritik von Jürgen Klopp angesprochen und wimmelte das Thema schnell ab. Der Belgier kurz und knapp: "Da sag ich Nichts dazu. Nächste Frage." Es wurde durchaus klar, dass der Belgier die Worte des Bundestrainers nicht richtig nachvollziehen konnte und offenbar auch keinen großen Gefallen daran fand.

"Da sag ich Nichts dazu. Nächste Frage."
Kompany reagiert auf Klopp-Kritik

Ob das Taktik-Thema nun zum Stachel im Bayern-Fleisch wird, bleibt abzuwarten, dennoch verwunderte es so manchen Fan, wie unverblümt Jürgen Klopp dieses Fass am Mittwochabend öffnete.


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