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KI sagt 2. Bundesliga-Tabelle 26/27 voraus, Prognose nach dem 9. Spieltag

Google Gemini hat die Zweitliga-Saison 2026/27 insgesamt 10.000 Mal simuliert und anschließend eine Prognose für die Tabelle der 2. Bundesliga erstellt.
VonOliver Helbig
Hertha BSC besiegte am 9. Spieltag auch Arminia Bielefeld
Hertha BSC besiegte am 9. Spieltag auch Arminia Bielefeld | picture alliance/GettyImages

Am vorletzten Oktober-Wochenende liefert der 9. Spieltag der 2. Bundesliga zunehmend klarere Verhältnisse im deutschen Unterhaus – zumindest stellenweise.

Hertha BSC kristallisiert sich immer weiter als der ganz große Aufstiegsfavorit heraus und läuft dem vor Saisonbeginn ausgemachten Top-Favoriten VfL Wolfsburg weiter den Rang ab. Die Hauptstädter gewannen am Wochenende knapp mit 1:0 gegen Arminia Bielefeld und festigten dank der 0:1-Niederlage des ärgsten Verfolgers, des 1. FC Nürnberg, die Tabellenführung.

Miro Klose und der FCN verloren im Topspiel gegen Lautern
Miro Klose und der FCN verloren im Topspiel gegen Lautern | picture alliance/GettyImages

Die Franken konnten ihrerseits im Heimspiel und Topspiel am späten Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern nichts aus ihrer Fülle an Chancen machen. Mittlerweile beträgt der Rückstand der Franken auf die Alte Dame aus der Hauptstadt bereits sieben Zähler.

Die Wölfe kamen gegen den kriselnden VfL Bochum nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und mussten den dritten Tabellenplatz an die stark aufspielenden Lauterer abgeben. Die Roten Teufel sprangen dank des Sieges über den 1. FC Nürnberg auf den dritten und somit Relegationsplatz.

Der eigentliche Aufstiegsfavorit Nummer eins aus Niedersachsen liegt zwei Punkte dahinter. Die Mannen um Trainer Tobias Strobl blicken nach neun Spieltagen auf nun vier Siege und vier Unentschieden zurück. Trotz nur einer Niederlage eigentlich zu wenig für die hohen Ansprüche des Bundesliga-Absteigers.

Die Wölfe um Robert Glatzel machen nach dem Unentschieden gegen Bochum lange Gesichter
Die Wölfe um Robert Glatzel machen nach dem Unentschieden gegen Bochum lange Gesichter | picture alliance/GettyImages

Ein deutliches Ausrufezeichen setzte der 1. FC Magdeburg, der mit einem 6:1 gegen den KSC klare Verhältnisse schaffte. Die Magdeburger sprangen dadurch auf den fünften Platz, während die Badener mittlerweile auf einem direkten Abstiegsplatz angekommen sind.

Das hat allerdings noch nicht viel Aussagekraft, denn vom 17. Karlsruher SC bis zum 13. Holstein Kiel beträgt der Punktestand überall in dieser Tabellenregion acht Punkte. Bis auf den achten Rang, den der VfL Osnabrück belegt, hat der KSC zudem nur drei Punkte Rückstand.

Nach diesem Wochenende ist auch Hannover 96 endgültig im Keller angekommen - tabellarisch und stimmungstechnisch. Die Truppe von Trainer Sandro Wagner enttäuschte mit einer blutleeren Vorstellung beim Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig und zog zunehmend den Zorn der eigenen Fans auf sich, die das Spiel für einige Minuten unterbrachen und auf dem Rasen vorstellig wurden.

Noch ist aber jede Menge Holz zu hacken, bis die 2. Bundesliga in die entscheidende Saisonphase übergeht und die knallharte Realität für handfeste Fakten sorgt.

So tippt die KI die 2. Bundesliga-Tabelle 26/27

Dennoch lohnt sich natürlich immer auch ein kleiner Ausblick in die Zukunft mit Hilfe der KI. Wir haben deshalb den Algorithmus von Google Gemini gebeten, uns eine prognostizierte Endplatzierung basierend auf den bisherigen Erkenntnissen und Ereignissen in der 2. Bundesliga vorherzusagen. Der Algorithmus berechnet dabei die Wahrscheinlichkeiten für jeden verbleibenden Spieltag (Spieltage 7 bis 34) über eine Monte-Carlo-Simulation (10.000 Durchläufe).

Darin fließen unter anderem Kernkomponenten aus Restspielplan, verschiedenen Offensiv- und Defensivrankings (z.B. xGoals-Werte und Vorhersagen) sowie eventuellen Heimvorteilen und Formkurven ein.

Die Simulation von zehntausend Fällen ergab dabei durchaus interessante Ergebnisse.

KI-Prognose zur 2. Bundesliga-Tabelle 26/27

In der KI-Prognose von Google Gemini bleiben die ersten beiden Tabellenplätze, wie in der Realität, unverändert mit Hertha BSC und dem 1. FC Nürnberg belegt.

Im Vergleich zur Vorwoche sieht die KI auch weiterhin den VfL Wolfsburg in den Aufstiegsrängen bzw. auf dem Relegationsplatz drei. Ärgster Verfolger der Aufstiegsaspiranten bleibt laut der KI der 1. FC Kaiserslautern der seine Qualitäten mit dem Dreier im Frankenland an diesem Wochenende untermauerte.

Der 1. FC Kaiserslautern bejubelt den Auswärtssieg in Nürnberg
Der 1. FC Kaiserslautern bejubelt den Auswärtssieg in Nürnberg | picture alliance/GettyImages

Auch der 1. FC Magdeburg hat im Aufstiegsrennen deutlich an Boden gut gemacht. In der Prognose von Google Gemini sprang er vom achten Platz der Vorwoche auf den fünften Platz in dieser Woche.

In der engen 2. Bundesliga kann nach beinahe jedem Spieltag einiges passieren und die Teams hinter den großen Aufstiegsfavoriten können sich stark verändern.

Das musste nun auch Hannover 96 erfahren, das trotz kriselnder Leistungen und ausbleibender Erfolge wochenlang noch vergleichsweise hoch von der KI eingeschätzt wurde. Nach dem trostlosen Auftritt im Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig hat nun aber offenbar selbst die KI den Glauben an die 96er verloren und schmeißt sie in der Prognose in den Tabellenkeller.

Platz

Team

1.)

Hertha BSC

2.)

1. FC Nürnberg

3.)

VfL Wolfsburg

4.)

1. FC Kaiserslautern

5.)

1. FC Magdeburg

6.)

1. FC Heidenheim

7.)

FC St. Pauli

8.)

Arminia Bielefeld

9.)

VfL Osnabrück

10.)

Energie Cottbus

11.)

SpVgg Greuther Fürth

12.)

Eintracht Braunschweig

13.)

VfL Bochum

14.)

Holstein Kiel

15.)

Dynamo Dresden

16.)

Hannover 96

17.)

Karlsruher SC

18.)

SV Darmstadt 98

KI-Prognose zum Aufstieg

Laut der KI haben sich die Aufstiegschancen von Hertha und dem FCN in der Vorhersage weiter verfestigt. Ebenso die der Wölfe. Bei den Tabellenführern aus Berlin stieg die Aufstiegswahrscheinlichkeit in der KI-Prognose von 72 auf nun 84 Prozent. Ginge es nach Google Gemini könnte die Hertha wohl bereits mit der Bundesliga im kommenden Jahr planen.

Deutlich eingebüßt hat hingegen der 1. FC Heidenheim, dessen Aufstiegswahrscheinlichkeit im Vergleich zur Vorwoche von 18 auf elf Prozent zurückgegangen ist. Zuletzt blieb die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt viermal in Folge ohne Sieg. Ein direkter Wiederaufstieg erscheint in der Prognose deshalb zunehmend unwahrscheinlicher. Aber im echten Leben kann ja jederzeit viel Unvorhergesehenes passieren.

Team

Aufstiegswahrscheinlichkeit

Hertha BSC

84 %

1. FC Nürnberg

61 %

VfL Wolfsburg

55 %

1. FC Kaiserslautern

36 %

1. FC Magdeburg

22 %

1. FC Heidenheim

11 %

KI-Prognose zum Abstieg

Auch im Tabellenkeller wurden nach dem 9. Spieltag die Karten neu gemischt, sodass ein ganz neues Vorhersagebild entsteht.

Während die KI in den Vorwochen Eintracht Braunschweig noch eisern abgeschrieben hatte, haben die Niedersachsen dank des Derbysieges und der Ergebnisse der Mitstreiter um den Klassenerhalt neue Hoffnung bekommen. Sie werden von Google Gemini nun nicht mehr als ganz großes Sorgenkind eingestuft.

SV Darmstadt 98 vs. St. Pauli - 2. Bundesliga 2026/27
SV Darmstadt 98 vs. St. Pauli - 2. Bundesliga 2026/27 | Alex Grimm/GettyImages

Diese Rolle haben nun Darmstadt 98 und der KSC inne. Die Darmstädter kamen am Freitag nicht über ein torloses Remis gegen den FC St. Pauli hinaus.

Neu im Tabellenkeller sieht die KI für das Saisonende jetzt auch Hannover 96, die seit Wochen den eigenen Anspüchen hinterherlaufen.

Team

Abstiegswahrscheinlichkeit

Eintracht Braunschweig

12 %

VfL Bochum

18 %

Holstein Kiel

28 %

Dynamo Dresden

38 %

Hannover 96

48 %

Karlsruher SC

62 %

Darmstadt 98

74 %


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