Die letzten beiden Jahre waren für Matthijs de Ligt förmlich ein Desaster. Nach seinem Abschied vom FC Bayern in Richtung Manchester United konnte der Niederländer kaum noch unter Beweis stellen, dass er einst als größtes Abwehr-Talent der Welt galt. Seine erste Saison bei den Red Devils verlief für ihn persönlich zwar einigermaßen akzeptabel, jedoch platzierte er sich mit dem Team nur auf Platz 15 in der Premier League. In den letzten beiden Saison-Monaten fehlte er aufgrund zweier Verletzungen und stand auch beim Europa-League-Finale (0:1 gegen Tottenham) nicht auf dem Platz.
Rückenverletzung bremst de Ligt seit November 2025 aus
Für de Ligt sollte es aber noch viel schlimmer kommen. In der Saison 2025/26 lief zunächst alles einigermaßen nach Plan. Die Red Devils spielten besser und de Ligt wurde im November von den United-Anhängern zum Spieler des Monats gekürt. Am 30. November 2025 absolvierte er aber sein bis heute letztes Pflichtspiel.
Seit inzwischen zehn Monaten muss der Abwehrspieler aufgrund von chronischen Rückenschmerzen pausieren. Die Verletzung warf zahlreiche Rätsel auf und sorgte dafür, dass er erst im April 2026 wieder ins individuelle Training einsteigen konnte. Wenig später musste er aber doch operiert werden. Damit waren auch seine Chancen auf die WM dahin.
Immerhin gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels. Vor eineinhalb Monaten kehrte de Ligt ins Mannschaftstraining zurück. "Er wird zwar noch nicht zum Einsatz kommen, aber er ist in guter Form und auf einem guten Weg. Daher ist es für uns in dieser Phase wirklich ein großer Gewinn, ihn wieder dabei zu haben", führte Manchester-Coach Michael Carrick damals aus. Für ein Kader-Comeback hat es bislang nicht gereicht, jedoch soll es im Herbst dazu kommen.
De Ligt brilliert im Trikot von Ajax Amsterdam
Matthijs de Ligt zählte bereits in jungen Jahren bei Ajax Amsterdam als außergewöhnliches Abwehr-Talent und machte praktisch alle europäischen Top-Klubs auf sich aufmerksam. Im Sommer 2019 sicherte sich Juventus Turin seine Dienste für 85,5 Millionen Euro.
Ging seine Karriere bis dato ausschließlich steil nach oben, geriet sie in den Folgejahren jedoch in Turbulenzen. De Ligt konnte in Turin nicht immer überzeugen, was die Bayern als Chance für sich begriffen und den Niederländer im Sommer 2022 für 67 Millionen Euro unter Vertrag nahmen.
De Ligt beim FC Bayern mit einer ganz starken Saison
In der Spielzeit 2022/23 war de Ligt der Fels in der Brandung und einer der besten Münchner in einer enorm schwierigen Saison, die erst am letzten Spieltag mit dem Meistertitel endete. Unvergessen ist auch seine Rettungstat im Champions-League-Achtelfinale gegen PSG, als der heute 27-Jährige auf spektakuläre Art und Weise einen Ball von der Linie kratzte. Die Saison 2023/24 verlief für de Ligt dann nicht mehr ganz so reibungslos, ehe es im Sommer 2024 zur überraschenden Trennung kam. Vielen Bayern-Fans war das ein Dorn im Auge, zumal de Ligt deutlich weniger Fehler produzierte als seine Nebenmänner.
Vincent Kompany entschied sich jedoch, lieber auf Dayot Upamecano und Kim min-jae zu bauen, die mit ihrer Athletik besser in sein Konzept passen. Selbst eine Petition der Bayern-Anhänger änderte nichts daran, dass die Ligt für 45 Millionen Euro zu Manchester United verkauft wurde. Rückblickend ein guter Deal für den FCB, wenngleich der Abwehr-Profi mit seinen 27 Jahren noch jung genug ist, um zu alter Stärke zurückfinden zu können.
