Skip to main content

FC Bayern droht Vize-Meisterschaft: Die schwarz-gelbe Bedrohung ist real! Ein Kommentar

Der FC Bayern hat das Pech an den Füßen kleben. Die Meisterschaft ist in dieser Saison in Gefahr.
VonDominik Hager
Harry Kane scheiterte gegen den BVB vom Punkt
Harry Kane scheiterte gegen den BVB vom Punkt | Adam Pretty/GettyImages

Der FC Bayern ist das mit Abstand stärkste Team in der Bundesliga. Das haben die Münchner in der laufenden Saison mehrmals bestätigt und auch im direkten Duell mit dem BVB (2:2) gezeigt. Und doch muss man sich die Frage stellen: Was nutzt all die Qualität, wenn das Pech an den Schuhen klebt wie frischer Teer?

Die Münchner durchlaufen eine geradezu absurde Pechsträhne, die sich auf und neben dem Platz wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Gegen den BVB hatten die Münchner dreimal Alu-Pech und einen Expected-Goals-Wert von 4,48 zu 0,74.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayern trotz enormer Überlegenheit nicht die drei Punkte nach Hause holen. Bereits beim denkwürdigen Match gegen Augsburg lautete das Expected-Goals-Verhältnis 4,96 zu 2,27. Zudem wurden gleich vier Münchner Treffer aberkannt.

Bayern München patzt in den entscheidenden Augenblicken

Wirft man einen Blick auf die spielerischen Leistungen von Bayern und Dortmund, ist es regelrecht absurd, dass beide Teams punktgleich an der Spitze liegen. Passend dazu haben die Roten ein Torverhältnis von +19 und der minimalistische BVB von +8. Doch am Ende lügt die Tabelle nicht.

Dem FC Bayern fehlt in der laufenden Saison die Abgeklärtheit. Vorne kommt es immer wieder zu fatalen Fehlschüssen, während in den entscheidenden Momenten die Defensive nicht hält.

Sowohl gegen Arsenal als auch gegen Dortmund haben sich die Münchner spät den Ausgleichstreffer eingefangen. Ein solches Bayern kennt man eigentlich nicht. Genauso wenig kennt man einen Harry Kane, der Elfmeter verschießt.

Fabio Silva erzielte den späten Ausgleichstreffer gegen die Bayern
Fabio Silva erzielte den späten Ausgleichstreffer gegen die Bayern | Alex Grimm/GettyImages

FC Bayern: Eine Horror-News jagt die nächste

Zwar könnte man meinen, dass sich Qualität am Ende der Saison durchsetzt, jedoch scheint das Schicksal nicht auf der Seite der Münchner zu sein. Die Frequenz an Horror-Nachrichten sucht jedenfalls seinesgleichen. Zuletzt versetzten der Tod von Joshua Kimmichs Vater und der Zusammenbruch von Vincent Kompany die Münchner in Schockstarre.

Hinzu kommt das bittere Verletzungspech. Jamal Musiala und Luis Diaz fehlen aufgrund ihrer Muskelverletzungen schon länger, während auch Manuel Neuer nicht so recht auf die Beine kommt. Gegen den BVB haben sich dann auch noch Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise verletzt.

Der FC Bayern ist in einen Negativ-Strudel hineingeraten, aus dem man sich nur schwer befreien kann. Die personellen Ausfälle werden immer schwerer zu kompensieren und auch in den Köpfen der Spieler dürfte es nach den vielen Horror-News der letzten Wochen turbulent zugehen. Niemand steckt all das mit links weg, insbesondere die direkt betroffenen Akteure.

Borussia Dortmund hat das Momentum auf seiner Seite

Viele sehen die Münchner Meisterschaft als selbstverständlich an, aber dem ist definitiv nicht so. Die Saison hat bislang eine Dynamik genommen, die gegen den FC Bayern und für den BVB spricht.

Die Schwarz-Gelben sind sozusagen die Anti-Bayern. Während die Münchner leichtfertig und mit Pech ihre Punkte herschenken, holten die Borussen immer wieder späte Siege, wie gegen Hoffenheim, Stuttgart oder Frankfurt.

Seit acht Pflichtspielen haben die Borussen nicht mehr mit zwei oder mehr Toren Vorsprung gewonnen, es reichte es letztlich aber fast immer für einen Dreier. Oder eben zu einem gefühlten Sieg, wie in München.

Klar ist jedenfalls, dass die Dortmunder mit ordentlich Schwung aus dem Bayern-Spiel herausgehen werden. Wichtig ist dabei auch, dass sich Youngster Konstantinos Karetsas nach seiner Verletzung wieder zurückgemeldet hat. Der griechische Mittelfeldspieler dürfte im weiteren Saisonverlauf noch eine ganz elementare Rolle spielen.

BVB zeigt sich selbstbewusst – Bayern muss Teufelskreis durchbrechen

Der BVB scheint selbst auch schon Lunte gerochen zu haben. Nico Schlotterbeck und Lars Ricken erklärten im Rahmen des Bayern-Spiels, dass der BVB unterschätzt wird. Damit haben beide absolut Recht. Noch dazu ist es ein Zeichen von Selbstvertrauen. Selbst wenn die Auftritte spielerisch wechselhaft sind, hat das Team das Sieger-Gen inhaliert. Genau dieses haben die Bayern aktuell ganz und gar nicht. Man könnte fast schon von vertauschten Rollen sprechen.

Ob am Ende der Saison dann auch die Meisterschale ihren Platz wechselt, sei dahingestellt. Und doch ist die schwarz-gelbe Gefahr in dieser Saison für die Pleite-Pech-und-Pannen-Bayern real. Das Team Steckt in einem gewissen Teufelskreis, da die personellen Ausfälle dazu führen, dass einige Spieler fast ohne Pause durchspielen müssen und auf diese Weise weitere Formschwächen und Verletzungen drohen.

Die Situation für den FCB ist verzwickter, als viele glauben!


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu