Jürgen Klopp hat in und rund um die deutsche Nationalmannschaft neues Feuer entfacht. Nach dem 1:1-Remis in Amsterdam zum Auftakt der Nations League gegen die Niederlande steht am Sonntagabend (20:45 Uhr) die zweite Partie gegen Griechenland an.
In Augsburg geht das DFB-Team als klarer Favorit ins Spiel, auch wenn die Griechen ihre erste Partie in Serbien mit 2:1 gewinnen konnten. Entsprechend wird nach einem kämpferisch starken Auftakt in die Klopp-Ära ein deutscher Erfolg erwartet. Viel wichtiger als das Ergebnis dürfte aber sein, dass die Mannschaft die Eindrücke aus Amsterdam bestätigt und ihr Herz erneut auf dem Platz lässt.
Schon im Vorfeld war klar, dass Klopp mit Jamal Musiala und Kai Havertz auf zwei Stars verzichten muss. Beide zogen sich eine Muskelverletzung zu und sind bereits abgereist. Um den Kader wieder auf 24 Akteure aufzufüllen, holte der Bundestrainer mit Jonathan Burkardt und Florian Wirtz zwei Spieler dazu, die eigentlich erst für die nächsten beiden Partien gegen Serbien und in Griechenland eingeplant waren.
Klopp hatte seine 44 nominierten Spieler in zwei Kader aufgeteilt, die jeweils zwei der vier Nations-League-Spiele bestreiten sollen.
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Rotiert Klopp gegen die Griechen?
In Amsterdam bot Klopp die vermeintlich beste und formstärkste Elf aus seinem ersten Kader auf. Gegen Griechenland könnte nun der ein oder andere neue Spieler in die Anfangsformation rutschen. Eine ganz große Rotation ist allerdings nicht zu erwarten.
Ziemlich sicher wird der 59-Jährige derweil an seinem Grundsystem festhalten. Klopp will dem DFB-Team eine neue Identität geben und dafür Abläufe und Prinzipien festigen. Geschehen soll das aus einem 4-3-3-System heraus, in dem es im Mittelfeldzentrum nur einen klassischen Sechser und zwei offensivere Achter gibt.
Gegen die Elftal rutschte Nadiem Amiri für Jamal Musiala in eine der Achter-Rollen. Der Bayern-Star hatte sich beim Aufwärmen vor der Partie einen Muskelfaserriss zugezogen. Nach einem unauffälligen Auftritt von Amiri in Amsterdam könnte Klopp in Augsburg einem anderen Mittelfeldspieler die Startelf-Chance geben. Wirtz wird für dafür aber noch keine Rolle spielen, wie Klopp am Samstag erklärte.
Auch in der Abwehr kann man mit Veränderungen rechnen. Gut möglich, dass Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung eine Pause erhält, nachdem der BVB-Abwehrchef gerade erst nach einer längeren Verletzung zurückgekommen war.
Auch hinten rechts hat Klopp einige Optionen. Der Freiburger Philipp Treu hatte bei seinem Länderspieldebüt gegen die Niederlande überzeugt. Gegen Griechenland könnte der Bundestrainer andere Kandidaten testen.
Klopp verkündet Torwart-Wechsel
Eine Startelf-Veränderung im Sturm wird es zudem definitiv geben, nachdem Havertz verletzt ausgewechselt werden musste und mit einer Zerrung abgereist ist. Younes Ebnoutalib, der in Amsterdam ins Spiel kam, oder Eintracht-Kollege Jonathan Burkardt wird als Mittelstürmer beginnen. Mit großer Wahrscheinlichkeit darf Ebnoutalib starten, weil Klopp Burkardt ähnlich wie Wirtz nicht direkt ins kalte Wasser werfen möchte.
Einen Wechsel im Tor hatte Klopp schon am Samstag auf der Pressekonferenz verraten. Zwar sei er mit Marc-André ter Stegen, der zunächst als Nummer eins eingeplant ist, sehr zufrieden gewesen. Gegen Griechenland soll aber Besiktas-Keeper Alexander Nübel seine Chance erhalten. "Alex wird morgen spielen", bestätigte Klopp.
Die voraussichtliche DFB-Startelf gegen die Niederlande
Nübel - Vagnoman, Tah, Bisseck, Brown - Kimmich - Nmecha, Stach - Adeyemi, Ebnoutalib, Schade
So könnte Griechenland auflaufen:
Tzolakis - Vagiannidis, Mavropanos, Koulierakis, Tsimikas - Zafeiris, Kourbelis - Karetsas, Kostoulas, Tzolis - Pavlidis
Der Kader gegen Griechenland
Im Vorfeld der Partie wird Klopp noch einen Spieler aus dem Spieltagskader streichen müssen. Die Nations-League-Regularien erlauben ein Aufgebot von 20 Feldspielern und drei Torhütern. Gegen die Niederlande hatte es TSG-Shootingstar Bambasé Conté erwischt. Der Offensiv-Allrounder soll entsprechend gegen Griechenland auf jeden Fall auf dem Spielberichtsbogen stehen.
Tor
Spieler | Verein |
|---|---|
Finn Dahmen | FC Augsburg |
Alexander Nübel | Besiktas |
Marc-André ter Stegen | Ajax |
Abwehr
Spieler | Verein |
|---|---|
Hennes Behrens | FC Augsburg |
Yann Bisseck | Inter |
Nathaniel Brown | FC Bayern |
Max Rosenfelder | SC Freiburg |
Nico Schlotterbeck | BVB |
Jonathan Tah | FC Bayern |
Philipp Treu | SC Freiburg |
Josha Vagnoman | VfB Stuttgart |
Mittelfeld
Spieler | Verein |
|---|---|
Nadiem Amiri | Mainz 05 |
Bambasé Conté | TSG Hoffenheim |
Yannik Engelhardt | SC Freiburg |
Chris Führich | VfB Stuttgart |
Serge Gnabry | FC Bayern |
Karim Adeyemi | FC Barcelona |
Joshua Kimmich | FC Bayern |
Felix Nmecha | BVB |
Kevin Schade | FC Brentford |
Anton Stach | Leeds United |
Florian Wirtz | Liverpool |
Angriff
Spieler | Verein |
|---|---|
Younes Ebnoutalib | Eintracht Frankfurt |
Jonathan Burkardt | Eintracht Frankfurt |
Die nächsten Spiele des DFB-Teams
Deutschland vs. Griechenland
- Datum: 27.9.
- Anstoß: 20:45 Uhr
- Spielort: WWK Arena, Augsburg, Deutschland
- TV-Übertragung: ARD
Deutschland vs. Serbien
- Datum: 1.10.
- Anstoß: 20:45 Uhr
- Spielort: Allianz Arena, München, Deutschland
- TV-Übertragung: ZDF
Griechenland vs. Deutschland
- Datum: 4.10.
- Anstoß: 20:45 Uhr
- Spielort: Toumba Stadion, Thessaloniki, Griechenland
- TV-Übertragung: RTL
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