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Klopp verkündet Torwart-Hammer gegen Griechenland

Der neue Bundestrainer tauscht im zweiten Spiel den Torhüter. Marc-André ter Stegen muss auf die Bank.
VonThomas Wygold
Teilen sich die ersten beiden Klopp-Länderspiele offenbar auf: Marc-André ter Stegen und Alexander Nübel (r.)
Teilen sich die ersten beiden Klopp-Länderspiele offenbar auf: Marc-André ter Stegen und Alexander Nübel (r.) | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Die Rückkehr von Marc-André ter Stegen ins DFB-Tor war ein Wechselbad der Gefühle. Zwar hielt der 34-Jährige für die deutsche Mannschaft mit starken Paraden beim 1:1 in der Niederlande lange die Null, allerdings offenbarte er auch ungewohnte Schwächen am Ball und in der Strafraumbeherrschung. Beim vermeintlichen 1:0 der Niederlande hatte ter Stegen Glück, dass der VAR den Treffer wieder einkassierte, nachdem er im Positionskampf mit Brian Brobbey zumindest unglücklich aussah. Zudem unterliefen ihm zwei haarsträubende Fehlpässe, die aber folgenlos blieben.

Da liegt es nahe, dass ter Stegen, der von Klopp "für den Moment" als Nummer eins benannt wurde, im anstehenden Nations-League-Duell mit Griechenland am Sonntag beweisen will, dass er noch mehr Sicherheit ausstrahlen kann. Doch diese Chance bekommt er nicht.

Nübel darf gegen Griechenland spielen

"Alex Nübel wird spielen morgen."
Jürgen Klopp

Für die Partie in Augsburg vollzieht Klopp einen Wechsel im deutschen Tor. Demnach soll Alexander Nübel zwischen den Pfosten stehen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstagnachmittag erklärte Klopp, dass dieser Torwart-Tausch bereits im Vorfeld geplant gewesen sei.

Der 29-Jährige, der seit Sommer für Besiktas in Istanbul spielt, wird am Sonntagabend (ab 20:45 Uhr) demnach zu seinem vierten A-Länderspieleinsatz kommen.

Alexander Nübel ist in Istanbul gut angekommen
Alexander Nübel ist in Istanbul gut angekommen | Anadolu/GettyImages

Klopp schwärmt von ter Stegen – und Nübel

Eine unmittelbare Degradierung ter Stegens müsste das allerdings nicht bedeuten. Klopp hatte den langjährigen Barça-Keeper, der seit Sommer bei Ajax Amsterdam unter Vertrag steht, ausdrücklich als seine Nummer eins "für den Moment" bezeichnet, gleichzeitig aber betont, dass die Besetzung von der Leistung abhängig sei. "Wir haben keinerlei Torhüterproblem", erklärte der Bundestrainer bei seiner ersten Kadernominierung.

Auf der PK am Samstag schlug Klopp in eine ähnliche Kerbe: "Alex Nübel wird spielen morgen. Aber ich habe gehört – und das hat mich überrascht –, dass Marc kritisch gesehen wurde. Das ist außergewöhnlich in einem Spiel, nach dem der gegnerische Trainer gesagt hat, dass uns der Torwart den Arsch gerettet hat."

"Marc hat überragend gehalten", betonte Klopp. "Und ja, er hat im eigenen Ballbesitz zweimal nicht den Ball gespielt, den er wollte oder sollte. Das kommt vor. Ich bin nullkommanull kritisch. Ich bin sehr, sehr happy mit seiner Leistung."

Zum Nübel-Einsatz gegen Griechenland fügte Klopp hinzu: "Dementsprechend darf Alex morgen aber trotzdem ran und nicht deswegen. Er hat sich das verdient, weil alle drei Torhüter hier einen sensationellen Eindruck machen. Ich hoffe, dass Alex das morgen genießt und den Laden sauber hält."

Urbig und Atubolu stehen in den Startlöchern

Für Klopp bietet sich gegen Griechenland die Gelegenheit, auch Nübel unter Wettkampfbedingungen zu testen. Der Besiktas-Schlussmann gehört gemeinsam mit ter Stegen und Finn Dahmen zum Aufgebot für die ersten beiden Partien der neuen DFB-Ära. Danach wird ohnehin durchgewechselt: Für die anschließenden Begegnungen gegen Serbien und erneut Griechenland stoßen Jonas Urbig und Noah Atubolu zum Kader. Nur Dahmen ist für die gesamte Zeit eingeplant.

Steht für die Spiele drei und vier bereit: Bayern-Keeper Jonas Urbig
Steht für die Spiele drei und vier bereit: Bayern-Keeper Jonas Urbig | L. Vogt/GettyImages

Für ter Stegen wäre die Bank gegen Griechenland dennoch ein kleiner Dämpfer. Nach seiner langen Leidenszeit hatte er gegen die Niederlande (1:1) erstmals seit 15 Monaten wieder das deutsche Tor gehütet, nachdem ihm Sommer verletzungsbedingt einmal mehr sein erstes großes Turnier als Nummer eins verwehrt geblieben worden war.


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