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Brandt on fire - aber reicht das? Ex-BVB-Star bei Ajax unter besonderem Licht

Julian Brandts Start bei Ajax Amsterdam war vielversprechend - doch man erwartet noch mehr vom Ex-Dortmunder.
VonOliver Helbig
Julian Brandt ist bei Ajax gut gestartet
Julian Brandt ist bei Ajax gut gestartet | ANP/GettyImages

Nach dem Ablauf seines Vertrags bei Borussia Dortmund war lange unklar, wie und vor allem wo es für Julian Brandt künftig weitergehen würde. Nach sieben Jahren beim BVB ließ sich der Mittelfeldstar mit einer Entscheidung, bei welchem Klub er seine Karriere fortsetzen wollte, lange Zeit.

Während sich in den Monaten, nachdem klar war, dass der Vertrag in Dortmund nicht verlängert werden würde, zahlreiche namhafte Topklubs wie etwa Atletico Madrid zum engeren Interessentenkreis gesellt haben sollen, entschied sich Brandt letztlich für den überraschenden Wechsel zu Ajax Amsterdam.

Brandt war vom Projekt des niederländischen Spitzenklubs angetan und schloss sich dem ehemaligen Klub von Fußballlegende Johan Cruyff an. Doch wie läuft es für den Ex-Bundesligastar im deutschen Nachbarland eigentlich?

Brandt on fire

Nach gut zweieinhalb Monaten in Amsterdam konnte Brandt durchaus schon Eindruck hinterlassen und sich ein Stück weit in die Herzen der Ajax-Fans spielen. Bislang kam der Ex-Dortmunder zu zwölf Pflichtspieleinsätzen für den 36-fachen niederländischen Meister.

Nachdem Brandt im August noch langsam herangeführt wurde, zählt er mittlerweile zum Stammpersonal des Topklubs. In der Eredivisie absolvierte Brandt rund drei Viertel der möglichen Spielzeit und war in dieser Zeit an fast einem Fünftel der Treffer seines Teams beteiligt.

Julian Brandt ist bei Ajax angekommen
Julian Brandt ist bei Ajax angekommen | ANP/GettyImages

Brandt erzielte vier Treffer in bisher acht Einsätzen im niederländischen Oberhaus – im Schnitt netzt er also in jedem zweiten Spiel. Die gleiche Quote hat er auch auf internationaler Ebene, wo der 30-Jährige in vier Qualifikationsspielen zur Conference League zwei Treffer beisteuerte. Insgesamt kommt er somit auf sechs Tore in zwölf Pflichtspielen – kein schlechter Start also für den 48-fachen deutschen Nationalspieler.

Unter besonderem Licht: Stimmung um Brandt (noch) gespalten

Die Leistungen des ehemaligen Dortmunders finden in den Niederlanden bereits großen Anklang, wo die Berichterstattung in den Medien des deutschen Nachbarlandes überwiegend positiv ausfällt. Nachdem sein Start im August bereits mit hoffnungsvollem Applaus versehen war, sieht man ihn seit September schon als Schlüsselspieler der Amsterdamer. Allerdings gibt es auch vereinzelt kritische Stimmen, die die Leistungen des Mittelfeldstars erst auf die Dauer bewiesen haben wollen. Unter anderem zeigte sich der ehemalige Bundesligastar Rafael van der Vaart gegenüber Brandt noch verhalten.

Julian Brandt  muss sich noch auf Strecke beweisen
Julian Brandt muss sich noch auf Strecke beweisen | ANP/GettyImages

Julian Brandts Situation stellt sich derzeit also noch wie folgt dar: Seine Fähigkeiten werden in der Eredivisie zwar als überdurchschnittlich angesehen und auch der Start war vielversprechend, allerdings hat er sich mit Ajax auch einen Klub herausgepickt, bei dem Leistungen grundsätzlich kritischer beäugt werden als anderswo. Julian Brandt muss also nicht nur seine Form halten, sondern sie auch weiter steigern, um vollständige Anerkennung zu erhalten und als Top-Transfer in die Saisonbücher einzugehen. Bislang sieht der Weg aber vielversprechend aus.


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