Max Eberl hat zwar in seiner Bayern-Amtszeit den ein oder anderen unglücklichen Transfer gelandet, jedoch überwiegen unter dem Strich klar die Top-Deals. Der FCB-Sportvorstand agierte auf dem Markt besonnen, aber auch mit der nötigen Portion Risikobereitschaft. Zudem wurden einige Akteure für gutes Geld verkauft. All das hatte die Folge, dass der Bayern-Kader nun stärker ist als am 1. März 2024, als Eberl das Amt übernahm.
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Wir werfen einen Blick auf die größten Coups der Eberl-Ära:
8. Adam Aznou (Verkauf)

Verkaufsdatum: 29. Juli 2025
Ablöse: 9 Millionen Euro
Der Abschied von Adam Aznou wurde durchaus kritisch gesehen, da der junge Außenverteidiger als großartiges Talent galt, welches den Durchbruch schaffen könnte. Die Bayern vermissten jedoch die letzte Einsatzbereitschaft, weshalb Aznou für neun Millionen Euro zum FC Everton abgegeben wurde. Bislang muss man festhalten, dass die Münchner mit dem Verkauf alles richtig gemacht haben. Aznou spielte beim FC Everton überhaupt keine Rolle und ist aktuell in Spanien als Leihspieler aktiv.
2022 hatte man Aznou noch ablösefrei aus der Barça-Jugend verpflichtet. Da galt der Außenverteidiger noch als riesengroßes Talent.
7. Luis Diaz

Kaufdatum: 30. Juli 2025
Ablöse: 70 Millionen Euro
Mit einer Ablöse von 70 Millionen Euro haben die Bayern bei Diaz richtig tief in die Taschen gegriffen. Immerhin war der Kolumbianer zum Zeitpunkt der Verpflichtung schon 28 Jahre alt. Diaz strafte den vielen Kritikern aber Lügen und spielte eine fulminante Debüt-Saison. Der Linksaußen entpuppte sich als massives Upgrade und sozusagen als letztes Mosaikteilchen des Kaders. Diaz war nicht nur wegen seiner 26 Treffern und 23 Assists in 51 Pflichtspielen maßgeblich für die starke Saison verantwortlich, sondern auch wegen seines unermüdlichen Einsatzes.
Diaz hat jedoch einen absoluten Fehlstart in die Saison 2026/27 hingelegt und in sieben Spielen nur einen Treffer markiert. Der Kolumbianer wirkte nach der WM ziemlich ausgelaugt und in seinen Aktionen unglücklich. Diaz muss die Wende schaffen, ansonsten könnten sich die 70 Millionen Euro doch noch als zu teuer entpuppen.
6. Bara Sapoko Ndiaye

Kaufdatum: 10. August 2026
Ablöse: 3,75 Millionen Euro
Sicherlich ist es noch ein wenig zu früh, um genau beurteilen zu können, wie gut der Deal von Bara Sapoko Ndiaye tatsächlich war. Bei einer Ablöse von 3,75 Millionen Euro ist das Risiko aber begrenzt. Der 18 Jahre alte Senegalese war in der letzten Rückrunde als Leihspieler aktiv und konnte erste Profiminuten sammeln, was ein beeindruckender Aufstieg ist. Zudem durfte er mit Senegal zur WM 2026 reisen und erhielt auch dort Spielzeit.
Zwar ist Ndiaye noch ein etwas roher Diamant, jedoch konnte er in Ansätzen sein großes Potenzial schon zeigen. Man darf definitiv gespannt sein, wie sein weiterer Weg beim FC Bayern verlaufen wird. Nach oben sind wenige Grenzen gesetzt.
5. Mathys Tel (Verkauf)

Verkaufsdatum: 1. Juli 2025
Ablöse: 35 + 10 Millionen Euro
Mathys Tel wurde beim FC Bayern als sehr lernwilliger und talentierter Youngster gefeiert. Der Durchbruch schien nahe, doch unter Vincent Kompany lief es für den französischen Angreifer gar nicht mehr nach Plan. Folgerichtig wurde Tel zunächst für zehn Millionen Euro an die Spurs verliehen, ehe er im Sommer für weitere 35 Millionen Euro fest auf die Insel wechselte.
Der Deal wurde nicht von allen Fans positiv aufgenommen, jedoch hat Tel bei Tottenham bislang keine guten Leistungen gezeigt und steht massiv in der Kritik. Dementsprechend kann man den Bayern gratulieren, ordentlich Knete mitgenommen zu haben.
4. Matthijs de Ligt (Verkauf)

Verkauf: 13. August 2024
Ablöse: 45 Millionen Euro
Der Wirbel um den Abschied von Matthijs de Ligt war förmlich gigantisch. Es wurden von den Bayern-Fans sogar Petitionen ins Leben gerufen, um sich gegen einen Verkauf des Niederländers auszusprechen. Dafür konnte man Verständnis haben, zumal de Ligt beim FC Bayern eigentlich gute Leistungen zeigte. Vincent Kompany hat jedoch erkannt, dass für seinen Spielstil der athletische Upamecano besser geeignet ist, der zu diesem Zeitpunkt als Fehlerteufel bezeichnet wurde.
Letztlich hat der FCB mit dem Verkauf von de Ligt alles richtig gemacht. Der Abwehrspieler konnte in Manchester United nicht überzeugen und fehlt nun schon seit vielen Monaten verletzt. Die Münchner haben mit de Ligt Verlust gemacht, jedoch im verschmerzbaren Rahmen.
3. Jonathan Tah

Kaufdatum: 9. Juni 2025
Ablöse: 2 Millionen Euro
Der FC Bayern hat sich beinahe kostenlos die Dienste von Jonathan Tah gesichert, dessen Vertrag in Leverkusen ausgelaufen war. Lediglich eine kleine Zahlung war nötig, um Tah mit zur Klub-WM mitnehmen zu können. Es gab durchaus einige kritische Stimmen, wonach sich Tah beim FC Bayern nicht durchsetzen werde. Der Abwehr-Profi zeigte aber schon schnell, dass auf ihn Verlass ist. Zwar profitiert er von Nebenmann Dayot Upamecano, jedoch dieser eben auch von ihm. Tah ist zwar inzwischen 30 Jahre alt, sollte aber noch das eine oder andere gute Jahr im Tank haben.
2. Tom Bischof

Kaufdatum: 9. Juni 2025
Ablöse: 300.000 Euro
Der FC Bayern bekam Tom Bischof im Sommer 2025 fast für lau und zahlte nur eine kleine Summe, um ihn schon bei der Klub-WM im Kader zu haben. Zwar konnte sich Bischof bis jetzt keinen Stammplatz erspielen, erhält jedoch regelmäßig Spielminuten. Der Mittelfeld-Youngster überzeugt dabei fast immer und könnte ein wichtiger Eckpfeiler für die Zukunft sein. Bischof hat fußballerisch enorm viel drauf. Lediglich in Sachen Athletik fehlt es dem Ex-Hoffenheimer ein wenig. Ein Transfer-Coup ist Bischof aber definitiv, bedenkt man, dass er bei transfermarkt.de inzwischen 40 Millionen Euro wert ist.
1. Michael Olise

Kaufdatum: 7. Juli 2024
Ablöse: 53 Millionen Euro
Michael Olise war der vielleicht beste Kauf in der Vereinsgeschichte des FC Bayern. Zwar klingen 53 Millionen Euro nach viel Geld, sind gemessen an der Klasse des 24-Jährigen aber eher ein Witz. Olise verzaubert die Liga mit seiner genialen Technik und seiner unglaublichen Effizienz. Der Rechtsaußen hat in 114 Pflichtspielen 50 Tore erzielt und 58 Buden aufgelegt. Olise hat jetzt schon die Klasse des legendären Duos Ribery & Robben und ist wahrscheinlich sogar schon eine Spur stärker, als es seine Vorvorgänger auf dem Bayern-Flügel je waren. Es ist wohl nicht vermessen, Olise als den aktuell besten Spieler der Welt anzusehen, wenngleich hier sechs, sieben andere Spieler sicherlich ein Wörtchen mitreden.
