Im Sommer 2024 hatte Clemens Fritz die Rolle von Frank Baumann als Geschäftsführer Profifußball bei Werder Bremen übernommen. Seither steht der ehemalige Nationalspieler und Werder-Rechtsverteidiger ständig in der Kritik.
Hauptgrund für die Misstöne am Osterdeich rund um den Sportchef war dessen Personalpolitik. In den vergangenen Jahren hatte Fritz bei zahlreichen Transfers nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen.
Es schien daher alles andere als unwahrscheinlich zu sein, dass Fritz mit Vertragsende im Sommer 2027 seinen Posten räumen muss. Doch das war lediglich der Stand vor der laufenden Saison. Mittlerweile hat sich der Wind an der Weser deutlich gedreht.
Fritz-Transfers schlagen ein

Die Bremer haben einen Lauf, stehen mit 15 Punkten nach acht Spieltagen auf Rang fünf der Bundesliga-Tabelle und sind seit sieben Partien ungeschlagen. Ein wichtiger Grund für den Höhenflug sind auch die Transfer-Treffer von Fritz im vergangenen Sommer.
Allen voran ragt natürlich die Leih-Rückkehr von Niclas Füllkrug heraus, für die Fritz zunächst noch belächelt wurde. Darüber hinaus schlugen aber auch die ablösefreien Chuki und Ludovit Reis voll ein. Ebenso richtig war die Entscheidung, Keeper Karl Hein fest zu verpflichten und zur neuen Nummer eins zu machen.
Apropos Leihen: Die gingen bei Fritz und Werder in schöner Regelmäßigkeit schief (Stichwort: Victor Boniface). Dieses Jahr ist aber alles anders. Neben Füllkrug waren auch Youri Regeer und Arthur Volltreffer.
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Mannschaft verstärkt und Transferplus erwirtschaftet
Bleibt festzuhalten, dass Fritz einen richtig starken Transfer-Sommer hingelegt hat, bei dem Werder auch noch ein Plus von über 35 Millionen Euro erwirtschaften konnte.
Entsprechend zufrieden dürften die Klubbosse mit der Arbeit des Sportgeschäftsführers sein. Laut Sport Bild hat das auch dazu geführt, dass grundsätzlich klar sei, mit Fritz über 2027 hinaus weitermachen zu wollen.
Fritz soll bis 2031 verlängern
Dazu beigetragen hat nach seinem Fehlgriff mit Horst Steffen auch die mutige Entscheidung, Daniel Thioune als neuen Trainer zu holen. Der sollte von Beginn an mehr als nur ein Feuerwehrmann sein und liefert nach Horror-Start ab.
Am 15. November ist nun die Jahreshauptversammlung beim SVW, wo ein neuer Präsident und Aufsichtsratschef gewählt wird, der die Nachfolge von Hubertus Hess-Grunewald antritt. Favorit auf den Posten ist Hilipp Mehrtens.
Ist der 47-Jährige gewählt, sollen die Vertragsgespräche mit Fritz aufgebommen werden. Im Bestfall mit einer Entscheidung noch vor Weihnachten. Laut Sport Bild winkt Fritz eine Verlängerung gleich um vier Jahre bis 2031.
