Die Sorgen um die Werder-Offensive waren vor dem Saisonstart gewaltig, letztlich aber nahezu unbegründet. Der SVW hat nach den ersten vier Spieltagen acht Tore auf dem Konto und belegt mit sieben Punkten den achten Tabellenplatz. Einen großen Anteil an der Bilanz hat Rückkehrer Niclas Füllkrug, der schon drei Treffer erzielen konnte.
Die Bremer Offensive könnte aber zukünftig noch stärker werden. Laut Informationen der DeichStube könnte Justin Njinmah früher als erwartet sein Comeback geben. Der 25-Jährige war am Montagmorgen überraschend auf dem Trainingsplatz anzutreffen. Zwar konnte er noch nicht im Mannschaftstraining mitmischen, jedoch absolvierte er ein individuelles Programm. Dabei soll er eine erstaunlich hohe Agilität bei seinen Sprints, Pass- und Schussübungen ausgestrahlt haben.
Niemeyer bleibt trotz Njinmah-Fortschritte vorsichtig
"Justin fühlt sich gut und macht Fortschritte in der Reha", bestätigte Peter Niemeyer der DeichStube. "Wir lassen zwar weiterhin Vorsicht walten, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er noch in diesem Jahr auf den Platz zurückkehrt", führte er dann allerdings mit sehr zurückhaltenden Worten weiter aus.
Njinmah hatte vor vier Wochen eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten, woraufhin zu vernehmen war, dass der Außenstürmer monatelang ausfallen werde. Nun ist die Hoffnung präsent, dass er trotz der noch defensiven Niemeyer-Aussagen vor dem Zeitplan sein Comeback geben wird. Wann genau das sein wird, steht gewissermaßen in den Sternen. Normalerweise ist jedenfalls davon auszugehen, dass ein Spieler, der Ende September schon wieder sprinten kann, deutlich vor dem Jahreswechsel wieder fit sein müsste.
Njinmah zunächst wohl als Joker geplant
Klar ist aber auch, dass es Njinmah nicht leicht haben wird, sich gegen seine Kollegen in der Offensive durchzusetzen. Namentlich handelt es sich dabei vor allem um Eren Dinkci und Marco Grüll, die in den letzten Wochen überzeugen konnten. Mit seinem Tempo wäre Njinmah aber auch als Joker eine hilfreiche Alternative. In 90 Pflichtspielen für den SVW hat der Außenstürmer 14 Tore erzielt und sechs Buden aufgelegt. Seine fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat eine bessere Ausbeute verhindert.
