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Warum spielt Cristiano Ronaldo nicht mehr für Portugal?

CR7 hat seine Karriere in der Selecao für beendet erklärt.
VonSimon Zimmermann
Die Karriere von CR7 bei der Selecao ist beendet
Die Karriere von CR7 bei der Selecao ist beendet | Octavio Passos/GettyImages

Am Donnerstagavormittag hat Cristiano Ronaldo für einen Paukenschlag gesorgt. CR7 beendet mit sofortiger Wirkung seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft. Nach 234 Länderspielen, 146 Toren und mehr als 23 Jahren im Trikot der Selecao ist für den 41-Jährigen Schluss.

Ronaldo verkündete seinen Rücktritt in einem fünfminütigen Video, das er auf seinen Social-Media-Kanälen postete (90min berichtete).

"An die Portugiesen, die Zeit ist gekommen, dass ich das Trikot mit der Nummer sieben zurückgebe."
Cristiano Ronaldo

Dass sich Ronaldos Karriere dem Ende entgegen neigt, war klar. Zeitpunkt und Art des Rücktritts überraschten dagegen schon. Erst im September hatte CR7 noch den Gewinn der Nations League als eine seiner letzten "Missionen" der Laufbahn bezeichnet.

Nationaltrainer Jorge Jesus wollte Ronaldo eigentlich für die kommenden Länderspiele im November nomieren, heißt es aus Portugal. Verbandspräsident Pedro Proença und Jesus wollten CR7 von einer Rückkehr zur Selecao überzeugen, der 41-Jährige ließ sich aber offenbar nicht mehr vom Rücktritt abbringen.

Warum also dieser Sinneswandel, obwohl er offensichtlich zunächst nicht vorhatte, zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere zurückzutreten?

Die Gründe für Ronaldos Portugal-Rücktritt

Offiziell hat Ronaldo keine weiteren Gründe genannt und lediglich erklärt, "es ist an der Zeit". Inoffiziell gab es jedoch in den vergangenen Monaten immer wieder Hinweise darauf.

Der fünffache Ballon-d'Or-Gewinner gab im September offen zu, dass er erwog, sich nach der Weltmeisterschaft aus der portugiesischen Nationalmannschaft zurückzuziehen, nachdem er drei Tore erzielt hatte und es nicht geschafft hatte, bei diesem Turnier – das mit ziemlicher Sicherheit sein letztes war – über das Achtelfinale hinauszukommen.

"Ich habe mich mit unserem Präsidenten und unserem Trainer unterhalten. Ich glaube immer noch, dass ich der Nationalmannschaft helfen kann, ihre Ziele zu erreichen, und werde aufhören, wenn ich das Gefühl habe, dass ich hier nichts mehr bewirken kann", hatte Ronaldo vor knapp sechs Wochen noch erklärt.

Die Folgen des CR7-Jesus-Streits

Selecao-Coach Jorge Jesus
Selecao-Coach Jorge Jesus | MIGUEL RIOPA/GettyImages

Dieses Gefühl, "nichts mehr bewirken zu können", scheint in CR7 nun gereift. Es dürfte ganz klar die Folge der vergangenen Länderspielperiode sein. Der neue Nationaltrainer Jesus, unter dem Ronaldo schon bei Al-Nassr spielte, hatte den 41-Jährigen von der Fortsetzung seiner Nationalelf-Karriere überzeugt.

Dann kam es jedoch zum Eklat. Ronaldo verließ bei den Länderspielen im September und Oktober die Selecao vorzeitig. Später warf er Jesus vor, Versprechen gebrochen zu haben. Beim 2:1 gegen Norwegen ließ der Trainer den Superstar zunächst auf der Bank. Dann machte sich Ronaldo zwar fast die komplette zweite Halbzeit warm, wurde aber nicht eingewechselt.

Jesus soll versprochen haben, sich öffentlich bei Ronaldo zu entschuldigen, doch dazu kam es nie. Stattdessen schlug Jesus einen härteren Kurs ein. "Ich kann versprechen, was ich will – ich bin der Trainer", betonte er. "Kein Spieler wird jemals eine Entscheidung für mich treffen."

Ronaldo wurde für sein Verhalten mit einer kurzen Sperre sowie einer symbolischen Geldstrafe (in Höhe von 255 Euro!) belegt. Jesus machte zwar deutlich, dass er den 41-Jährigen gerne wieder in seinen Kader aufnehmen würde, doch Ronaldo entschied nun endgültig anders. Sein letzter Einsatz für Portugal werden nun für immer die torlosen 67 Minuten gegen Wales am 24. September 2026 bleiben.

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