Am Donnerstagmittag ploppte auf den Social-Media-Kanälen von Cristiano Ronaldo plötzlich ein Video auf. Wie ein Staatsmann richtet der Superstar seine Worte an sein Volk. "An die Portugiesen, die Zeit ist gekommen, dass ich das Trikot mit der Nummer sieben zurückgebe", leitet CR7 mit fester Stimme ein.
Über fünf Minuten gibt CR7 anschließend Einblick in seine Gedanken und Gefühle - begleitet wird die emotionale Botschaft von bewegenden Bildern von seiner Kindheit bis heute, immer wieder im ikonischen roten Dress des Nationalteams. "Portugal wird immer in mir sein", schreibt die Fußballikone dazu.
Nach wochenlangem Hin und Her: Ronaldo macht Schluss
Nun also doch: Cristiano Ronaldo beendet seine beispiellose Nationalmannschaftskarriere! Nach 234 Länderspielen, 146 Toren und mehr als 23 Jahren im Trikot der Selecao ist für den inzwischen 41-Jährigen Schluss.
Portugal estará sempre em mim pic.twitter.com/dnFj51rxmh
— Cristiano Ronaldo (@Cristiano) November 5, 2026
Sowohl bei den Einsätzen als auch bei den Treffern hält Ronaldo den Weltrekord im Männerfußball. Sein Debüt feierte er am 20. August 2003 gegen Kasachstan. Es folgten sechs Weltmeisterschaften, der historische EM-Triumph 2016 und zwei Titel in der Nations League (2019 und 2025).
Ronaldos Abschied ist das Ende eines turbulenten Kapitels. Schon nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2026 gegen Spanien hatte der Superstar mit dem Gedanken gespielt, seine Nationalmannschaftskarriere zu beenden. Auf Drängen des portugiesischen Verbands entschied er sich jedoch zum Weitermachen.
Knall mit Jorge Jesus
Ende September kam es schließlich zum großen Knall: Nachdem Nationaltrainer Jorge Jesus Ronaldo beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank gelassen hatte, eskalierte der Streit. CR7 reiste vorzeitig aus dem Teamcamp ab und warf seinem Trainer anschließend mehrfachen Wortbruch vor.

Zunächst deutete vieles auf einen endgültigen Abschied hin. Anfang Oktober stellte Ronaldo dann aber ausdrücklich klar, weiterhin für Portugal spielen zu wollen. Zuletzt schien sogar eine Rückkehr bei den anstehenden Länderspielen im November möglich.
Doch dazu kommt es nun nicht mehr. Mit seiner Videobotschaft zieht Cristiano Ronaldo selbst den Schlussstrich unter eine der größten Nationalmannschaftskarrieren der Fußballgeschichte.
