Der Hamburger SV konnte seinen großen Aufwand im DFB-Pokal-Duell gegen Eintracht Frankfurt nicht in etwas Zählbares umwandeln und verlor das Heimspiel vor lautstarker Kulisse gegen die Hessen am Ende deutlich mit 1:3 – für viele zu deutlich. Die Hausherren hätten sich durchaus mehr verdient gehabt, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen und wurden zudem noch in strittigen Szenen nicht gerade mit Schiedsrichter-Glück bedacht.
Doch das Ausscheiden in der zweiten Runde hatte für die Hanseaten auch personell einen ganz bitteren Beigeschmack.
Für die Hanseaten platzten am Dienstagabend die Pokalträume über ein weites Vorstoßen im Wettbewerb. Die Treffer von Robin Koch, Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib begruben diese Hoffnungen und konnten auch durch den Ehrentreffer von HSV-Star Moffi nicht mehr gerettet werden. Doch die Partie könnte auch einen weiteren Namen auf die Verletztenliste der Rothosen setzen.
Sorgenfalten bei Bornauw
Spät im ersten Durchgang rasselte Abwehrstar Sebastiaan Bornauw mit Eintracht-Keeper Noah Atubolu zusammen und schien sich dabei verletzt zu haben. Zumindest wirkte der Hamburger Verteidiger danach benommen.
Der Belgier blieb dem Rasen im zweiten Durchgang dann auch fern und wurde durch Jason Bissi-Mouelle ersetzt. Wie schlimm es den 27-Jährigen bei der Aktion erwischt hatte, war zunächst noch unklar.
Bitter für Bornauw ist aber durchaus, dass sich die vermeintliche Blessur ausgerechnet in einer Phase ereignet, in der der Sommer-Neuzugang wieder deutlich besser in Tritt zu kommen schien.

Das Verpassen des Achtelfinals hat neben dem nicht belohnten Aufwand also vermutlich auch noch weiter am Hamburger Kader gekratzt und den nächsten angeschlagenen Akteur hinterlassen. Ob Bornauw nach dem schmerzhaften Pokalabend auch für das kommende Bundesliga-Wochenende auf der Kippe steht, ist derzeit noch unklar. Der HSV geht personell aber allmählich auf dem Zahnfleisch.
