Niclas Füllkrug trifft, die Werder-Fans jubeln – und im Hintergrund stellt sich zunehmend die Frage, wie lange diese Erfolgsgeschichte weitergeht. Der 33-Jährige ist bislang nur bis zum Saisonende von West Ham United ausgeliehen, hat sich nach seiner Rückkehr aber sofort wieder zu einem entscheidenden Faktor entwickelt.
Mit sechs Bundesligatoren führt Füllkrug gemeinsam mit Leverkusens Patrik Schick die Torschützenliste an. Nach Informationen der Bild ist intern deshalb bereits die Entscheidung gefallen, den Angreifer im Sommer 2027 fest verpflichten zu wollen.
West Ham will mit Füllkrug noch Geld verdienen
Die Londoner könnten dieses Vorhaben allerdings erheblich erschweren. Dem Bericht zufolge plant West Ham zwar sportlich nicht mehr mit Füllkrug, möchte ihn angesichts seiner starken Leistungen aber auch nicht ohne eine entsprechende Ablöse ziehen lassen.
Diese Haltung soll unabhängig davon gelten, in welcher Liga die derzeit zweitklassigen Hammers in der kommenden Saison spielen. Eine konkrete Ablöseforderung gibt es bislang allerdings nicht.
Für Werder könnte sich daraus ein schwieriger Verhandlungssommer entwickeln. Der finanzielle Spielraum der Bremer ist begrenzt, während Füllkrugs Vertrag in London noch bis 2028 läuft – West Ham steht somit nicht vor einem unmittelbar drohenden ablösefreien Abschied.
Fritz verweist auf die Interessen von drei Parteien
Wie 90min bereits berichtete, hat sich auch Werders Geschäftsführer Sport Clemens Fritz zur Zukunft des Torjägers geäußert. Bei Sky90 verwies er darauf, dass für einen dauerhaften Wechsel mehrere Interessen zusammengebracht werden müssten.

"Im Endeffekt gibt es drei Parteien: West Ham, Niclas und Werder Bremen. Und natürlich ist das das Herausfordernde", erklärte Fritz. Zugleich machte er deutlich, wie groß der Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit in Bremen ist.
"Niclas fühlt sich wohl in Bremen. Er tut uns unheimlich gut", betonte der Sportchef. Für eine Entscheidung sei es allerdings noch zu früh; er könne sich nicht vorstellen, dass West Ham bereits jetzt dazu bereit wäre.
Auch beim Gehalt müsste eine Lösung her
Neben der Ablöse dürfte das Gehalt zu einem zentralen Thema werden. Laut Bild verzichtet Füllkrug bereits während seiner aktuellen Leihe auf einen hohen sechsstelligen Betrag – für einen festen Wechsel wären demnach weitere finanzielle Zugeständnisse erforderlich.
Fritz hatte ebenfalls hervorgehoben, dass die Rückkehr ohne das Entgegenkommen des Angreifers nicht möglich gewesen wäre. Zumindest die persönliche Perspektive spricht dafür, dass Werder bei den Zukunftsüberlegungen des Stürmers eine wichtige Rolle spielt.

Füllkrug hat zuletzt mehrfach betont, wie wohl er sich an der Weser fühlt. Seine Rückkehr versteht er nach eigener Aussage auch nicht als Zwischenstation, um sich anschließend noch einmal für einen anderen Verein zu empfehlen.
Ob daraus ein langfristiger Verbleib wird, hängt jedoch nicht allein von seiner Verbundenheit zu Bremen ab. Werder muss sowohl mit dem Torjäger als auch mit West Ham eine wirtschaftlich realistische Einigung finden.
